Am 11. Oktober hatten wir zu einem Info-Treffen zum NGO-Meter geladen. Sechs interessierte Online-Fundraiser haben mit uns diskutiert, zwei weitere ihre Fragen schriftlich eingereicht. Hier möchten wir die Fragen dokumentieren und mit Antworten Zweifel ausräumen:

  • Es entstehen keine Kosten für die teilnehmenden NGOs. Falls in Weiterentwicklungen investiert werden soll (etwa für die Programmierung von Online-Tools), treffen alle Teilnehmer die Entscheidung gemeinsam. Das NGO-Meter verfolgt keinerlei kommerzielle Interessen oder Gewinnabsichten.
  • Die Rollenverteilung sieht vor, dass das NGO-Meter institutionell im betterplace lab aufgehängt ist und von dort aus betreut wird. Dort erfolgt auch die wissenschaftliche Analyse in Zusammenarbeit mit der Diplom-Kauffrau Silke Penner von der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder im Rahmen ihrer Dissertation. Daniel Harbig von Save the Children hat keinen Einblick in die Rohdaten, er begleitet das Projekt aber konzeptionell und entwickelt es inhaltlich weiter.
  • Ein wichtiger Punkt war das Thema Datenschutz: Wie werden die Daten pseudonymisiert bzw. anonymisiert? Ist es möglich, anhand bestimmter KPIs nachzuvollziehen, wer hinter den Daten steckt? Nein. Wir werden die Daten der Organisationen zunächst pseudonymisieren und sinnvoll clustern. Über die Cluster werden dann Durchschnitte gebildet, die in die Auswertungen eingehen. Somit kann keine Organisation mit ihren Daten aus den Auswertungen heraus identifiziert werden.
  • Es ist weiterhin geplant, Sondereffekte (z.B. Katastrophen), die zu Verzerrungen in den Auswertungen führen können, entsprechend kenntlich zu machen, d.h. entweder verbal zu erläutern oder direkt separat darzustellen.
  • Um die Sicherheit der Datenübermittlung  zu gewährleisten soll die Übermittlung der Daten per email mit verschlüsselten Excel-Dateien erfolgen, deren Passwort telefonisch bekannt gegeben wird.
  • Im Frühjahr 2012 rechnen wir dann mit den ersten Ergebnissen, die wir der Gruppe präsentieren können. Diese Ergebnisse sollen auch eine Grundlage für einen Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmern und erforderliche Anpassungen oder mögliche Erweiterungen der Studie bilden.
  • Wir haben uns auch über die KPIs (Key Performance Indicators) unterhalten, also welche Online-Informationen und Kennzahlen in das Benchmark einfließen könnten. Diese Kennzahlen hatten wir vor einiger Zeit schon einmal vorgestellt und haben diese u.a. um Definitionen erweitert. Hier findet ihr die aktuelle Version der Kennzahlen.
  • Die Kennzahlen und Definitionen sind ein erster Entwurf und noch nicht in Stein gemeißelt. Daher wäre es großartig, wenn ihr euch die Kennzahlen samt Definitionen einmal anseht. Sind die Pflichtangaben und die optionalen Angaben nachvollziehbar und machbar? Welche Definitionen sind noch nicht ganz klar formuliert? Komme ich an alle Informationen in meinem Trackingsystem? Sind wirklich alle Informationen für meine Organisation relevant?
  • Es gibt einige Zahlen, die Pflichtangaben sind, um eine aussagekräftige Datenbasis für die Analyse zu erhalten. Daher müssen diese Standardzahlen auf jeden Fall angegeben werden. Optionale Angaben sind optional, weil nicht jede Organisation alle Fundraising-Kanäle verwendet und Zahlen hierzu beisteuern kann. Die optionalen Angaben sollten demnach nicht der Einfachheit halber weggelassen werden – die sind das Salz in der Benchmark-Suppe und runden die Online-Fundraising-Auswertung definitiv ab. Und falls es Bedenken zum Teilen der optionalen Angaben geben sollte, dann sagt uns Bescheid – wir finden sicherlich eine gemeinsame Lösung.

Schreibt eure Fragen oder Anmerkungen einfach hier im Blog direkt als Kommentare, dann können wir die Fragen und auch Antworten mit allen teilen Wir, Joana Breidenbach, Silke Penner und Daniel Harbig, würden uns freuen, wenn wir nicht nur die Kennzahlen, sondern auch das NGO-Meter gemeinsam mit euch weiterentwickeln können. Let’s talk!