labtogether_tweet3Das betterplace labtogether ist vorbei. Veranstaltungen zu organisieren kannte ich zwar schon, aber einiges lief hier doch anders: Das Besondere am labtogether ist der familiäre Umgang zwischen dem betterplace lab und seinen Sponsoren, Freunden und Partnern. Das labtogether ist keine Hochglanzveranstaltung in einem Konferenzhotel, aber auch keine hippe Untergrundveranstaltung, auf der man hauptsächlich sich selbst feiert (Ok, ein bisschen feiert sich das lab vielleicht auch). Es ist irgendwas zwischen professionell, unkonventionell und “labbig”, so wie das betterplace lab seine Arbeitsweise am liebsten beschreibt. Auffallend anders zu bisherigen Jobs im Eventmanagement wird es, wenn man zum Telefonhörer greift und mit Sponsoren und Dienstleistern ins Gespräch kommt. Schnell wird klar, dass diese Gespräche auf Augenhöhe stattfinden. Man kennt und man schätzt sich. Und so war es wie wenn man alte Freunde anruft: Habt ihr am 17.11. schon was vor? Wir haben wieder eine grobe Vorstellung von einem wunderbaren Tag, wollen wir das nicht gemeinsam machen? Das Ergebnis habt ihr erleben dürfen:

labtogether_tweet11Die Kontroverse zwischen Emotionalität und Kosten-Nutzen-Berechnungen stellte die Vorstellungen vieler Teilnehmer auf die Probe: Machen wir als Sozialunternehmer, als CSR-Abteilungen, als Stiftungen vielleicht einiges falsch?labtogether_tweet9 Soll der Computer lieber das Gutsein übernehmen, denn der kann das womöglich effektiver als wir Menschen? Die hitzige Debatte auf dem Panel zwischen Kirche, Datenethikern und Effektiven Altruisten zeigte, dass die Wertvorstellungen hier sehr auseinander gehen. Es war eine kontroverse Diskussion ohne übereinstimmendes Resultat am Ende. Schön, wenn man die Realität einfach so stehen lassen kann.

labtogether_tweet12Vom Essen hingegen blieb nichts stehen. Die Themen schienen Appetit auf mehr gemacht zu haben und so stürzten sich alle Gäste erst aufs Buffet und nach der Pause in die Workshops. Spätestens hier zeigte sich, wie vielschichtig das diesjährige labtogether-Thema ist: Es wurde nach einer Definition von Gemeinwohl gesucht, Maschinenethik und Künstliche Intelligenz diskutiert und auch tatsächlich Geld in einem Giving-Game gespendet. Die volle Bandbreite Effektiver Altruismus also.

Und was waren die Learnings des Tages? Viele Antworten werfen noch mehr Fragen auf. Das zeigt uns, dass noch viel Gesprächsbedarf an der Schnittstelle zwischen effektivem Gutsein, rationalem Handeln und Emotionalität herrscht. Und dass bei betterplace lab ein großes Interesse besteht, hier weiter zu forschen.

Die Impressionen aus dem Tweet-Kanal zeigen, dass wir mit diesen Fragen nicht allein sind (wir haben übrigens den Twitter-Traffic vom parallel stattfindenden IT-Gipfel der Bundesregierung getoppt):

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labtogether1Frieder arbeitet im Bereich Corporate Responsibility & Sustainability bei der Management- und IT-Beratung Capgemini und unterstützt hierbei das lab pro Bono bei Organisation des labtogether. Der Betriebswirt und gelernte Veranstaltungskaufmann studiert zurzeit im Master Nachhaltige Unternehmensführung an der HNE Eberswalde.