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Erfolgsfaktoren

Damit ein betterplace-Projekt Wellen schlägt, muss der Projektverantwortliche zunächst aufs Wasser schlagen. Das ist kein chinesisches Sprichwort, hat aber doch einen wahren Kern. Doch neben der Verbreitung der Projekte gibt es noch einige andere Faktoren, die erfolgsversprechend sind. Die folgenden vier Beispiele zeigen welche.

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Das alles auch in Worten:

(die ihr hier auch herunterladen könnt.)

1. action medeor - Große Organisation nutzt kleine Fundraisingkosten

Auch die Großen fangen mal klein an. Das Deutsche Medikamenten-Hilfswerk action medeor versorgt seit 45 Jahren die Menschen in den armen Regionen der Welt mit dem Nötigsten. Über 10000 Gesundheitsstationen in 140 Ländern werden von dem Verein beliefert, allein im Jahr 2008 wurden 360 Tonnen Medikamente und medizinische Geräte im Wert von über 10 Millionen Euro verschickt. Die Botschafterin von action medeor ist Anke Engelke.

Warum also platziert ein Großer wie action medeor seine relativ kleinen Projekte bei betterplace? Ist es das Kleinvieh, das auch Mist macht, wenn der millionenschwere Verein um Spenden für Moskitonetze zum Stückpreis von fünf Euro wirbt? Die Antwort auf diese Fragen mag pathetisch klingen, aber: Es ist eine wichtige Investition in die Zukunft. „Durch betterplace haben wir neue und vor allem auch junge Spender hinzu gewonnen“, sagt Steffi Sczuka, Fundraiserin bei action medeor. Denn action medeor hat das gleiche Problem wie viele andere traditionsreiche Hilfsorganisationen auch: Die Stammspenderschaft ist alt. Ob die Kinder und Kindeskinder dieser Menschen genauso eifrig spenden werden ist fraglich, also wächst der Druck, neue Stammspender zu akquirieren.

„Um 14 Uhr was es in den Nachrichten, um 18 Uhr war ich mit dem Projekt auf betterplace“

Steffi Sczuka kam durch den Tipp einer Freundin auf betterplace.org. Ihr gefiel nicht zu letzt die Optik, also blieb sie und stellte die ersten Projekte bei betterplace online. Doch im Gegensatz zu einer kleinen Organisation wie Twende Pamoja schrieb Steffi keine Mails an Freunde, Bekannte oder gar die Stammspender. Die sind ohnehin eher offline und bleiben auf ihrem eingetreten Pfad des Dauerauftrags. „Als große Organisation werden wir anonymer wahrgenommen, die Menschen identifizieren sich anders mit uns, als mit einer kleinen Grasroot-Organisation“, sagt Steffi. Trotzdem war und ist action medeor mit seinen Projekten auf betterplace erfolgreich. Steffis Erklärung: „Wir sind aktuell.“ Eines der ersten betterplace-Projekte von action medeor betraf die Cholera-Epidemie in Simbabwe. Kurz nachdem die Katastrophe durch die Medien ging, waren bei betterplace 2000 Euro für 200 Behandlungen mit Medikamenten zusammen. Durch die Aktualität wurde das Projekt auch vom betterplace-Team herausgestellt, im Blog erwähnt und kam auf die vordersten Plätze der Startseite. Die Konkurrenz zwischen den Organisationen kommt noch anders zum Ausdruck: „Wir waren die Einzigen, die auf betterplace Hilfe für die Cholera-Epidemie anboten.“ Ähnlich war es mit dem Erdbeben auf Sumatra im September diesen Jahres: „Um 14 Uhr was es in den Nachrichten, um 18 Uhr war ich mit dem Projekt auf betterplace“, erinnert sich Steffi. Diese wichtige Akquise von neuen, zusätzlichen Spendern ist sehr effizient. „Das Einstellen der Projekte dauert keine Stunde“, sagt Steffi, „und die Pflege, das Bloggen läuft dann so nebenbei.“ So entstehen nur geringe Personalkosten, doch die konventionelle Neu-Akquise eines Spenders kostet action medeor zwischen 70 und 90 Euro. Das entspricht fast 20 Moskitonetzen. Viele großen Organisationen müssen sogar ein Drittel des „Lifetime values“ eines Spenders in seine Akquise investieren.

Verwaltungskosten nicht vergessen!

Steffi ist auch von Anfang an auf betterplace zugegangen, denn für die Internet-Plattform arbeiteten richtige Menschen, die man anrufen und um Rat fragen kann, mit denen man im Dialog Ideen entwickeln kann. So bleibt action medeor bei den betterplace-Mitarbeitern auch stets präsent, die den Verein wiederum gegenüber Unternehmenskunden promoten. Das Ergebnis: Für action medeor sind innerhalb eines Jahres 12.250 Euro zusammengekommen, gespendet von 212 Spendern. Allein die Akquise dieser neuen Spender hätte auf konventionellem Wege rund 17.000 Euro gekostet. Bei betterplace hat jeder durchschnittlich 57 Euro für action medeor gespendet, das wäre auf konventionellem Wege noch nicht einmal genug gewesen, um die Akquise-Kosten zu decken. Über betterplace wurde so aber vielen Menschen geholfen. Da das Vertrauen zu den Spendern ein kostbares Gut ist und die Transparenz nie und auf keinen Fall außer Acht gelassen werden darf, will Steffi demnächst einen scheinbar langweiligen Bedarf einstellen: Verwaltungskosten. Denn obwohl 100 Prozent der Spende weitergeleitet werden, darf man nicht vergessen, das gerade bei größeren Organisationen ein Teil davon für allgemeine Verwaltungskosten benutzt werden muss.

Neben der schnellen Verbreitung von aktuellen Hilfsaktionen, hat action medeor noch ein Ass im Ärmel: Anke Engelke. Die Schauspielerin ist eine einzigartige Fürsprecherin und zieht die Besucher von betterplace.org durch ihre Prominenz auf die Projektseiten von action medeor. Doch bei dieser Abgrenzung zu anderen, quasi Konkurrenzprojekten, will es Steffi nicht belassen. „Man muss seine Projekte zu etwas Besonderem machen“, sagt sie und plant, mehr Videos bei betterplace unterzubringen. Noch dominieren konventionelle Methoden des Fundraisings, doch das Online-Fundraising, wie es auf betterplace geschieht, wird weiter wachsen, glaubt auch Steffi.

Zusammengefasst:

1. Ausgangslage

  • relativ große Orga sammelt relativ wenig Geld über betterplace
  • medeor-Funraiserin Steffi Sczuka: „Investition in die Zukunft“ und „neue und junge Spender hinzugewonnen“
  • Spender nehmen medeor als große Orga eher anonym war im Vergleich zu kleiner Grass-Root-Orga. Als große Orga Vertrauensvorschuss.

2. Erfolgsfaktoren

  • Aktualität der Projekte: medeor reagiert schnell auf globale Katastrophen, die durch die Medien bekannt sind. Erdbeben in Sumatra ist um 14 Uhr im TV, um 18 Uhr ist das Hilfsprojekt bei betterplace online.
  • Professionalität und Effizienz von action medeor als große Orga mit Erfahrung stets unterstrichen.
  • Nähe zwischen der Hilfe und Helfer herstellen durch aktuelle Blogs: Zeitlich und örtlich werden Unterstützer an den Ort des Geschehens geholt, wenn Nachrichten von Mitarbeitern aus Sumatra veröffentlicht werden. Unterstreicht Dringlichkeit, weckt Emotionen, erhöht Spendenbereitschaft.
  • Zusammenarbeit mit betterplace: Über direkten Telefon-Kontakt mit betterplace.org-Mitarbeitern erfährt medeor maximale Unterstützung, optimiert Projekte, entwickelt im Dialog neue Ideen.
  • Ass im Ärmel: Prominente Anke Engelke, die mit Videos zum Spende aufruft.
  • In Zukunft: zusätzlich zu Fotos mehr Videos, die Dringlichkeit und Sinn der Projekte noch anschaulicher und erlebbarer machen.

3. Benefit

  • 212 neue Spender innerhalb eines Jahres
  • über 12.000 Euro Spenden akquiriert
  • Bemerkenswert: Alleine die Kosten für die konventionelle Akquise von 212 Spendern hätte medeor 17.000 Euro gekostet!
  • Vielen Menschen geholfen!

2. Twende Pamoja – kleine Organisation gewinnt große Aufmerksamkeit.

Im Kleinen ganz groß – dafür ist der Verein Twende Pamoja ein wirklich gutes Beispiel. Denn auch ohne einen mächtigen Fundraising-Apparat und fast ausschließlich über betterplace.org hat Twende Pamoja schnell und effizient Spenden gesammelt. Und das nicht zu knapp.

Twende Pamoja ist Kiswahili und bedeutet „Lasst uns gemeinsam gehen“. Das tun seit dem Jahr 2000 ein paar junge Deutsche zusammen mit ihren Freunden und Partnern aus dem ostafrikanischen Tansania, genauer gesagt von der Insel Sansibar. Dort sind die Hilfsprojekte von Twende Pamoja angesiedelt.

Dass die Projekte so erfolgreich bespendet wurden, liegt unter anderem daran, dass Twende Pamoja die neuen Möglichkeiten des Online-Fundraisings voll ausgeschöpft hat: Das Internet ist schnell, aktuell, anschaulich und billig im Unterhalt. Also haben Matthias Mnich, Michaela Blaske und Verena Specht-Ronique, die Projekte für Twende Pamoja bei betterplace platziert haben, zum Erlebnis gemacht. Nie konnten die Unterstützer so anschaulich auf dem Laufenden gehalten werden und nie konnte durch soviel Transparenz ein derartiges, fast persönliches Vertrauensverhältnis geschaffen werden wie jetzt mit betterplace. Zu Transparenz und Vertrauensbildung gehört allerdings auch die Stärke, eigene Schwächen einzugestehen. So hat sich Twende Pamoja zwar für die Finanzierung von Stoff für die Herstellung von Jutetaschen bedankt, gleichzeitig aber auch zugegeben, dass die Taschen nicht konkurrenzfähig sind und das Projekt im Nachhinein nicht besonders sinnvoll war.

Es fühlt sich fast so an, als hätte man eigenhändig mit angepackt.

Bislang haben die Twende Pamoja-Leute in ihren sieben Projekten insgesamt 167 Blogs geschrieben, das sind fast 24 Blogs pro Projekt. Dadurch werden die Projekte stets am Leben erhalten, die Berichte halten die Projekte durch aktuelle Informationen frisch und sie pflegen die Beziehungen zu den Unterstützern, indem sie Vertrauen schaffen. Jeder Nutzer, der als Fürsprecher, Besucher oder Unterstützer mit dem Projekt verbunden ist, bekommt stets eine E-Mail vom betterplace-System, wenn in dem entsprechenden Projekt gebloggt wurde oder eine neues Foto hinzugefügt wurde. „Es gibt Neuigkeiten von ihrem Projekt!“, heißt es dann, und da Neuigkeiten nun einmal interessant sind, ist man mit einem Klick auf den Link in der betterplace-Benachrichtigungsmail wieder bei dem Projekt. Die Blogeinträge geben den Projektverantwortlichen auch die Möglichkeit, den Unterstützern zu zeigen, dass sie mit Herzblut bei der Sache sind. In Verbindung mit Fotos, die den Werdegang des Projektes veranschaulichen, wird das Spenden zum Erlebnis - zwar hat man meist „nur“ Geld oder Sachen gespendet, aber es fühlt sich fast so an, als hätte man eigenhändig mit angepackt.

Auf betterplace.org ein Projekt einzustellen, dauert keine 20 Minuten. Doch wird es nicht gepflegt, droht es auszutrocknen. Damit der grüne Balken weiter wachsen kann, muss man als Projektverantwortlicher Energie reinstecken. Verena Specht-Ronique arbeitet seit der Gründung von Twende Pamoja für den Verein und hat zwei Projekte bei betterplace betreut. Einige Stunden pro Woche hat sie investiert, für aktuelle Blogs, für neue Fotos und vor allem für die Aktivierung des Netzwerks. Die Resonanz beschreibt sie mit einem Wort: „Phänomenal!“. Twende Pamoja hat nicht nur zahlreiche neue (Stamm-)Spender hinzu gewonnen. Während die Möglichkeiten der Geldakquise in Prä-betterplace-Zeiten sehr begrenzt waren, konnte der Verein nun auch seinen Bekanntheitsgrad international erweitern. „Heute bekommen wir sogar Unterstützung aus England – eine super Öffentlichkeitsarbeit!“, so Verena. Als kleiner Verein hat Twende Pamoja das Online-Fundraising quasi outgesourct und seine Projekte auf der eigenen Homepage direkt zu betterplace verlinkt. Dort werden sie ausführlich beschrieben und vom Web of Trust bewertet.

Twende Pamoja ging einen konsequenten Schritt weiter

Ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg ist die Aktivierung des Netzwerkes. Man muss die kleine Flamme des Streichholzes an viele Stellen halten, um das Lagerfeuer ordentlich anzufachen, sprich: Man muss Mails schreiben, bis das Adressbuch erschöpft ist, man muss Kollegen, Freunde und Verwandte auf das Projekt bei betterplace aufmerksam machen, den Link rumschicken, in die eigene Email-Signatur aufnehmen, bei Facebook posten, in die Statusleiste seiner Messenger schreiben oder einfach nur Gott und der Welt davon erzählen. Immer mit dem Hinweis: Weitersagen! „Aber auch die Bewertung des Projektes ist wichtig“, sagt Verena. Sie hat auch immer um viele Sternchen in der Bewertungsleiste des Projektes gebeten, denn so kommt das Projekt höher auf die Projekt-Übersichtsseite bei betterplace.

Da betterplace da ist, wo das Internet ist, ging Twende Pamoja einen konsequenten Schritt weiter: Der Verein schulte die Menschen auf Sansibar im Umgang mit betterplace.org (mit über betterplace gesammelten Laptops). Wieder einen Flug, einen Umweg gespart: Die Sansibari sammeln jetzt eigenständig für den Bau einer Straße zu einer Entbindungsstation und einen wichtigen Brunnen. Effizienter geht es kaum.

Zusammengefasst:

1. Ausgangslage

  • relativ kleine Orga sammelt relativ viel Geld
  • Twende-Fundraiserin Verena Specht-Ronique: „Durch betterplace phänomenale Reichweite!“
  • twende kannte kaum jemand, der Verein kann sich über betterplace.org erstmals größerer Öffentlichkeit präsentieren.

2. Erfolgsfaktoren

  • SPREAD THE WORD! Rundmails an Freunde, Verwandte und Kollegen, mit dem Hinweis: Weitersagen! Leuten davon erzählen. Dazu: Projekt bei Facebook, etc. posten, in die Email-Signatur und in den Messenger-Status aufnehmen.
  • Blogs signalisieren, dass das an dem Projekt kontinuierlich gearbeitet wird. Twende schrieb durchschnittlich 24 Blogs pro Projekt, insgesamt über 170
  • Blogs signalisieren Transparenz. Auch Rückschlägeposten, baut unbezahlbares Vertrauen zu Unterstützern auf (Jutetaschen-Projekt)
  • Blogs, Fotos und andere Einträge rütteln wach, denn jedes Mal bekommen die Unterstützer / Fürsprecher / Besucher eine E-Mail vom betterplace.org-System: „In Ihrem Projekt gibt´s Neuigkeiten!“ Ein Klick später sind sie wieder auf der Projekt-Seite.
  • Outsourcing der Projekt-Präsenz auf die betterplace-Seite. Kleiner Verein hat keine Kapazität, auf eigener Seite Projekte so professionell darzustellen.
  • Sich um positive Bewertung des Projektes bemühen: Dadurch gelangt man auf der Projekt-Starteite nach oben.
  • Sehr effizient und mit Vorbildcharakter: Die Hilfsbedürftigen selbst lernten in Workshops, wie sie Projekte bei betterplace einstellen können.

3. Benefit

  • Reichweite enorm vergrößert, dank betterplace erstmals relevante Öffentlichkeit erreicht
  • Spendenvolumen erhöht, viele neue Spender
  • Neue Projekte konnten ins Leben gerufen werden
  • Workshops ermöglichen effiziente Arbeitsteilung, erspart Twende-Mitarbeitern wichtige Zeit
  • Vielen Menschen geholfen!

3. Dynamo Berlin – ein Netzwerk, das auch online zusammenhält

Seit diesem Jahr ist der BFC Dynamo aus Berlin der erste Profifußballverein mit einem Kinderspielplatz auf dem Stadiongelände. Dass es dazu kam, verdankt der Verein seinen fleißigen Fans, deren Unterstützern und betterplace.org, dem transparenten Marktplatz für soziales Engagement. Das gesamte Spielplatz-Projekt wurde in beeindruckender Geschwindigkeit ausschließlich über Spenden auf betterplace.org finanziert. Sein erfolgreicher Abschluss ist deshalb ein Paradebeispiel für effektives Fundraising im eigenen Netzwerk über betterplace.org.

Aufstellung:
Zunächst erstellten die Fans des Berliner FC Dynamo eine Profilseite auf betterplace.org. Potentielle Unterstützer und Helfer konnten dort die gewählte Taktik genau ablesen: wie das Projekt geplant ist, wofür genau wieviel Geld gebraucht wird und wer sich darum kümmert. Zuerst soll eine Wippe gebaut werden, dann eine Schaukel, eine Bank, ein Sandkasten und zu guter Letzt eine Rutsche.

Anpfiff:
Um dem Projekt den nötigen Anschub zu verleihen, aktivierten die Projektverantwortlichen zunächst ihr eigenes Netzwerk: die Fankurve des BFC. Auf der offiziellen Homepage des Vereins wurde das Spielplatz-Projekt prominent beworben und verlinkt. Fans, Gäste, Sponsoren und Journalisten erfuhren so aus erster Hand vom geplanten Bau des neuen Buddelkastens. Jeder Kontakt wirkt dabei als möglicher Multiplikator für weitere Spender.

Spielfluss:
Das Projekt wird bald im vereinseigenen Forum aufgegriffen und diskutiert. Ein Klick, ein Spender – einfacher geht’s nicht. Fans erfuhren stets den aktuellen Stand der Arbeiten und den Spendenpegel für den nächsten Schritt. Dazu stellten die Projektverantwortlichen einen Spendenaufruf als Textvorlage mit Link zum Projekt zur Verfügung. Der Text konnte einfach in Mailverteiler, Messenger, Blogs oder Online-Communities kopiert werden. Wer eine eigene BFC-Fanseite betreibt, konnte das Projekt zusätzlich per Widget bewerben. Sobald eine Phase des Projekts abgeschlossen werden konnte, dokumentierten die Verantwortlichen das mit Fotos und Blog-Einträgen auf betterplace.org. Die Transparenz motiviert neue Spender: “Da passiert was, da will ich dabei sein!”.

Spielanalyse:
Durch seine Präsenz auf betterplace.org konnte die Spendengemeinschaft für den Spielplatz schnell über das vereinseigene Klientel hinauswachsen und fand Unterstützer sogar auch unter Anhängern anderer Vereine – ein erstaunlicher Effekt. In einer Online-Community für aktive Fußballfans kommentierte ein Nutzer die übergreifende Solidarität so: “Getrennt in den Farben, in der Sache vereint”. Die Erfolgsgeschichte des neuen BFC-Spielplatzes illustriert gleich mehrere Vorzüge der Wirkungsweise sozialen Engagements auf betterplace.org. Anstatt mit hohem Aufwand und niedriger Effizienz herkömmliche Fundraising-Kanäle aus allen Lagen in der Breite zu befeuern, konnte das Projekt via betterplace.org gezielt angegangen, verbreitet und vollendet werden. Innerhalb der eigenen Zielgruppe und deren Netzwerk wurde der “Long Tail” der Fangemeinschaft zielgenau angesprochen und sein Spendenpotential optimal genutzt.

Kritik: Es wäre sinnvoller gewesen, die Projekte nicht einzeln aufzustellen, sondern als Bedarfe unter dem Dach eines großen Dynamo-Projektes aufzulisten. Das hätte den Vorteil gehabt, dass man die einmal akquirierten Unterstützer für die folgenden Projekte bzw. dann Bedarfe behält und nicht stets neu anschreiben muss. Das geschähe dann durch betterplace.org-System-Mails. Im Falle von Dynamo ist diese Kritik zu vernachlässigen, da der Verein mit seinen Fans eine Sonderrolle einnimmt.

Zusammengefasst:

1. Ausgangslage

  • Fußballverein, keine Hilfsorganisation
  • Kein Know-How, keine eigene Infrastruktur zu (Online-)Fundraising
  • Potential: Leicht zu mobilisierendes, großes Netzwerk durch Fans

2. Erfolgsfaktoren

  • Blogs werden für Transparenz benutzt, über Anekdoten bleiben sie interessant und persönlich, über die Danksagungen nach Erfüllung des Bedarfes freuen sich die Unterstützer
  • Im Blog wird direkt auf nächstes Projekt hingewiesen.
  • Auf Startseite der eigenen Homepage wird das Projekt mit betterplace.org-Widget beworben und verlinkt: Schafft von Aufmerksamkeit bei Fans, Gästen, Sponsoren, Journalisten und anderen Multiplikatoren. Beteiligung der (potentiellen) Unterstützer durch Diskussion im Forum
  • SPREAD THE WORD! Nicht nur Rund-Mails, etc: PV´s stellten auch Textvorlage eines Spendenaufrufs auf Homepage bereit, so dass Fans mit Copy-Paste selbst und ohne Aufwand zum Spenden aufrufen konnten in Mails, Communities, Blogs, Messenger.

3. Benefit

  • Sogar Unterstützer aus anderen Vereinen gewonnen. Fan-Kommentar: “Getrennt in
    den Farben, in der Sache vereint!“
  • Long Tail der Fans konnte punktgenau angesprochen und abgeholt werden
  • Viele Kinder glücklich gemacht!
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