Bessere Öffentlichkeitsarbeit
Soziale Organisationen, die sich nicht gut präsentieren können, haben es schwer. Wir machen es ihnen leicht:
Social Media
Facebook ist eine soziale Macht. Welche Plattformen sie im Internet noch nutzen sollten – und vor allem wie – zeigen wir in dieser Präsentation. (links unten in der Funktionsleiste auf Menu und dann "Fullscreen" klicken).
Twitter richtig nutzen
Aktueller Web 2.0 Leitfaden
Sehr hilfreich und umfassend ist auch der Leitfaden Social Media für NGOs, der im April 2011 in zweiter Auflage erschienen ist und bei dem das betterplace lab Mitherausgeber ist. Hier eine Vorschau auf den Inhalt und hier die Bezugsquelle.
So bringen sie ihr betterplace-Projekt in die Presse!
Sie wollen möglichst viele Menschen mit Ihrem Projekt und Ihrem Spendenaufruf erreichen? Probieren Sie doch mal, neben der Verbreitung über Social Media wie Facebook oder Twitter, auch die „klassischen“ Medien in Ihrer Nähe anzusprechen: lokale Zeitungen, Radio- oder Fernsehsender. Sie werden sehen: Es ist gar nicht so aufwändig. Und es lohnt sich, denn viele Menschen nutzen lokale Medien, um sich darüber zu informieren, was in ihrer Nähe passiert – und gerade da ist die Spendenbereitschaft erwiesenermaßen am höchsten.
Ok, das klingt gut – aber wie genau funktioniert das? Kann ich das überhaupt?
Wenn Sie schon Erfahrungen mit Pressearbeit haben, wissen Sie wahrscheinlich sowieso selbst am Besten, wie Sie vorgehen sollten. Wenn nicht: Trauen Sie sich! Für die lokalen Medien sind Sie kein lästiger Verkäufer, sondern eine wertvolle Nachrichten-Quelle – schließlich sind lokale Medien ständig auf der Suche nach spannenden Geschichten aus der Region. Und nicht vergessen: Sie verfolgen einen guten Zweck. Niemand wird es Ihnen übelnehmen, wenn Sie Ihr Projekt noch bekannter machen wollen.
Verstanden, ich werde es mal versuchen. Was soll ich jetzt tun?
Vier einfache Schritte helfen Ihnen auf dem Weg zu einer erfolgreichen Pressearbeit:
Schritt 1: Überlegen – wen spreche ich an?
Überlegen Sie sich, welche Medien Sie ansprechen möchten: Welche lokalen Tageszeitungen gibt es in Ihrer Region? Gibt es lokale Radio- oder vielleicht sogar Fernsehsender? Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl: Die, die Ihnen zuerst einfallen, sind wahrscheinlich auch die wichtigsten. Sie müssen auch nicht gleich alle auf einmal ansprechen: Fangen Sie ruhig erstmal mit der Tageszeitung an. Falls Ihnen später noch mehr Medien einfallen, können Sie die ja immer noch angehen.
Schritt 2: Anrufen!
Schauen Sie auf der Webseite der Zeitung oder des Senders nach einer Telefonnummer. Meistens gibt es irgendwo auf der Webseite einen Link, der „Kontakt“ oder ähnlich heißt, manchmal finden Sie auch unter „Impressum“ eine Telefonnummer. Alternativ können Sie natürlich auch im guten alten Telefonbuch nachschauen. Dann rufen Sie einfach an und fragen am Besten nach der Lokalredaktion. Sagen Sie, dass Sie einen Themenvorschlag haben. Mit etwas Glück werden Sie mit einem zuständigen Redakteur verbunden – dem können Sie dann von Ihrem Projekt erzählen. Und davon, dass Sie mit der Zeit gehen und jetzt „online“ sind – auf eine innovative, transparente und direkte Weise auf betterplace.org, Deutschlands größter Spenden-Plattform. Damit gewinnt Ihre Geschichte an „Nachrichtenwert“ und wird für die Zeitung oder den Sender noch interessanter.
Ich werde nur abgewimmelt und nicht durchgestellt – was soll ich tun?
Zunächst einmal: Das ist ganz normal. Redaktionen erhalten viele Anrufe für Themenvorschläge. Wenn man Sie nicht zu einem zuständigen Redakteur durchstellen möchte, fragen Sie nach dessen Email-Adresse und seinem Namen. So können Sie ihm Informationen direkt zusenden.
Schritt 3: Presseinformation zuschicken
Fragen Sie Ihren Ansprechpartner beim Gespräch, ob Sie ihm nähere Informationen schicken sollen. Vielleicht wird er Sie auch von sich aus darum bitten. Am Besten fragen Sie nach der Email-Adresse Ihres Gesprächspartners, damit Ihre Informationen auch direkt ihn erreichen.
Presseinformation? Wie soll ich die denn schreiben?
Das ist gar nicht so schwer, wie man denkt. Weiter unten haben wir ein paar Tipps und eine Vorlage zusammengestellt.
Schritt 4: Ruhig mal nachhaken!
Journalisten erhalten täglich viele Emails und Themenvorschläge. Dabei kann es gut passieren, dass etwas versehentlich unter den Tisch fällt. Falls Sie nichts mehr hören, können Sie ruhig mal nachhaken, am Besten telefonisch. Fragen Sie einfach, ob Ihr Ansprechpartner schon Zeit hatte, sich mit Ihrem Themenvorschlag auseinanderzusetzen. Bieten Sie an, die Informationen noch einmal zuzusenden. Bleiben Sie hartnäckig, aber freundlich!
Das war’s auch schon! Und seien Sie nicht frustriert, wenn trotz Ihrer Bemühungen zunächst nichts dabei rumkommt. Denn eines haben Sie auf jeden Fall erreicht: In der Redaktion weiß man jetzt von Ihrem Projekt – und vielleicht kommt irgendwann jemand auf Sie zu.
Hier noch ein paar Tipps zu Presseinformationen
Wenn Sie schon Presseinformationen haben, greifen Sie darauf zurück. Wenn Sie allerdings noch über keine Erfahrung mit dem Schreiben solcher Mitteilungen verfügen, können Ihnen folgende Tipps vielleicht weiterhelfen.
Orientieren Sie sich beim Schreiben an folgenden Abschnitten:
- Überschrift
- Abschnitt 1: Worum geht es überhaupt? Was ist die Nachricht?
- Abschnitt 2: Kurze Projektbeschreibung
- Abschnitt 3: Internet und betterplace.org
- Abschnitt 4 (Optional): Abschluss & Kontaktdaten
Stil: Presseinformationen sollten in kurzen, klaren Sätzen formuliert sein, der Text ist sachlich und informativ. Wertungen und Appelle (zum Beispiel: „Wir brauchen noch mehr Unterstützung“, oder „Das ist ein tolles Projekt“) sollten nur in Zitaten vorkommen, zum Beispiel vom Projektverantwortlichen oder von den Begünstigten des Projekts.
Hier nun ein paar Formulierungsbeispiele, die Sie in Ihren Text einbinden können (Ihre Pressemitteilung sollte am Ende natürlich keine Zwischenüberschriften wie „Abschnitt 1“ haben, die dienen hier nur der Orientierung).
Überschrift
Projekt [NAME] ist jetzt online – innovativ, transparent und direkt
Projekt [NAME] geht mit der Zeit und nutzt Deutschlands größte Plattform für soziale Projekte, um neue Zielgruppen zu erreichen: direkt und transparent.
Abschnitt 1: Worum geht es überhaupt?
Grundregel: Der erste Absatz liefert alle relevanten Informationen, aber noch keine Details!
Um den Text zu strukturieren, können Sie sich an den fünf „W-Fragen“ orientieren, die in diesem Abschnitt möglichst beantwortet werden sollten: Wer? Was? Wann? Wie? Warum?
Eine kleine Unterstützung: Falls Sie nicht wissen, wie Sie den Text anfangen sollen, könnten Sie zum Beispiel folgendermaßen beginnen.
Das Projekt [NAME], das sich für [ZWECK, z.B. Kinder] in [STADT] einsetzt, geht neue Wege: Seit kurzem ist das Projekt online – auf betterplace.org, Deutschlands größter Online-Plattform für soziales Engagement. Diese Internet-Community zeichnet sich durch besonders hohe Transparenz und Direktheit aus. „Wir hoffen, dass wir über das Internet neue Zielgruppen und noch mehr Spender erschließen können, um unsere Arbeit fortsetzen zu können“, sagt [Name des Projektverantwortlichen].
Sie können hier noch weitere wichtige Informationen anfügen, etwa, seit wann es Ihr Projekt oder die dahinterstehende Organisation gibt. Sie können auch Zitate einbauen, beispielsweise von Projekt-Mitarbeitern oder Menschen, die von Ihrem Projekt profitieren. Literatur-Zitate oder ähnliches passen nicht in Presseinformationen.
Abschnitt 2: Kurze Projektbeschreibung
Beschreiben Sie hier kurz Ihr Projekt! Wichtige Fragen, die dabei beantwortet werden sollten, sind:
- Für wen engagiert sich das Projekt? Z.B. für Kinder, Tierschutz, Menschen mit Behinderungen, Ältere usw.?
- Wo befindet sich ihr Projekt? Beziehungsweise, wo engagieren Sie sich?
- Wie gehen Sie dabei vor (d.h. was tun Sie konkret?)?
Beschreiben Sie Ihr Projekt ruhig relativ grob und in wenigen Sätzen. Wichtig ist, dass der Leser schnell verstehen kann, worum es geht. Da Sie sich an lokale Medien wenden, heben Sie die regionalen oder lokalen Aspekte heraus.
Vertrauen Sie auch hier Ihrem Bauchgefühl: Wenn Sie etwas besonders wichtig finden, oder vielleicht auch sehr innovativ, ist es wahrscheinlich auch erwähnenswert!
Vielleicht haben Sie ja schon einmal eine Kurzbeschreibung Ihres Projekts geschrieben, die Sie hier nutzen können – eventuell ja auch Teile Ihrer Beschreibung auf betterplace.org?
Abschnitt 3: Internet und betterplace.org
Da vielen die Möglichkeit, über das Internet zu spenden, noch gar nicht bekannt ist, hilft folgender Abschnitt zur Erläuterung der Hintergründe:
Die Internetplattform betterplace.org, auf der das Projekt jetzt vertreten ist, wurde 2007 gegründet, um es insbesondere kleineren Initiativen zu ermöglichen, über das Internet neue Zielgruppen zu erreichen. Um die Transparenz zu erhöhen, können Nutzer Projekte bewerten oder kommentieren und die Verantwortlichen direkt kontaktieren. Inzwischen ist betterplace.org, wo stets 100 Prozent der Spenden an die Projekte weitergeleitet werden, die größte Plattform ihrer Art in Deutschland.
Natürlich können Sie diesen Abschnitt auch verändern oder an ihre persönliche Sicht anpassen.
Abschnitt 4 (Optional): Abschluss
Sie können die Presseinformation noch mit ein paar Schlussätzen, Zahlen oder interessanten Zitaten, zum Beispiel vom Projektverantwortlichen, beenden, um den Text abzurunden. Insgesamt sollte der Text nicht viel länger als eine Seite sein. Wenn Sie ein Logo haben, können Sie dies einbinden.
Wichtig: Vergessen Sie nicht, Ihre Kontaktdaten gut sichtbar mit einzufügen, damit man Sie auch erreichen kann.
Viel Erfolg! Für Fragen oder Anregungen können Sie unter change@betterplace.org (Stichwort „Pressearbeit“) oder unter 030 – 76 76 44 88 0 das betterplace.org-Team erreichen.
Und wenn Sie es noch genauer wissen wollen, können Sie sich hier Tipps zum Handwerk Schreiben anschauen:
