Gestern gaben Tobias und ich einen Workshop im Rahmen der Bildungstage des Fundraising Verbands zu Kommunikationsstrategien im Web 2.0. Teilnehmer waren Fundraiser von Bildungsinstitutionen, insbesondere von Universitäten. Vor dem Hintergrund unserer Beispiele, die, geprägt von der Arbeit bei betterplace, vorwiegend aus dem sozialen und entwicklungspolitischen Sektor kamen, reflektierten die Teilnehmer wie crowdfunding und social media Strategien sich für den universitären Bereich anpassen lassen könnten. Im Hochschulbereich suchen Fundraiser oft nach einzelnen Großsponsoren, die sich auf den ersten Blick nicht über facebook und twitter erreichen lassen. Doch – so schlug einer der Teilnehmer, Hans-Peter Pohl von der Hochschul- und Wissenschafts-Marketing GmbH Potsdam vor – selbst hier können social media relevant sein, indem Hochschulen ihren Förderern mit einer großen Gefolgschaft in sozialen Netzwerken authentisch zeigen können, dass ihre Arbeit auf einer breiten Basis ruht und die Sponsoren in diesen Netzwerken positive Imagegewinne erzielen können. Ebenso ist es vorstellbar, dass Universitäten Großsponsoren für ein Matching gewinnen, welches von der „Crowd“ online gegenfinanziert wird. Plattformen wie betterplace erschienen den Anwesenden für eine Reihe von einzelnen Projekten, wie dem Bau einer Sporthalle oder der Übernahme von Stipendien hervorragend geeignet. Auch die Aktivierung des Alumni-Netzwerkes sind über social media sehr gut denkbar und könnten, so auch ein Vorschlag der Teilnehmer, mit einem Verband wie dem der Alumni Organisationen umgesetzt werden. Wir danken den Teilnehmern für die offene und lebhafte Diskussion und werden in Zukunft einen Extrablick auf die Nutzung von social media für die Mittelbeschaffung im Bildungsbereich werfen.