2014 geht das betterplace lab auf eine Weltreise: neun betterplacer recherchieren in insgesamt 13 Ländern in Südamerika, Afrika und Asien, wie digitale Technologien eingesetzt werden, um lokale Lebensverhältnisse zu verbessern.

Vor einigen Monaten hatten wir im betterplace lab die Idee eine Landkarte der digital-sozialen Innovationen zusammenzustellen. Wir wollten wissen, von wem und aus welchen Ländern die meisten Neuerungen im Bereich zivilgesellschaftlicher Technologie stammen. Doch schnell wurde uns klar, dass der Trendreport zwar eine Fülle von Innovationen präsentiert, wir aber ganz klar eine europäisch-amerikanische Schlagseite haben. Wir wussten, dass es in Ländern wie Brasilien, Kolumbien, Ghana, Indien oder Indonesien eine rege digitale Szene gibt und die Wachstumsraten, insbesondere im Mobilfunkbereich, steil sind. Aber wie nutzen NGOs und Sozialunternehmer, Stiftungen und Aktivisten dort eigentlich das Internet? Wie digitalisiert sind zivilgesellschaftliche Organisationen und wie dynamisch ist die digital-soziale Innovationsszene? Gefragt, getan So entstand die Idee des Lab Around The World: Im Frühjahr brechen wir auf, um diesen Fragen vor Ort nachzugehen. Medje recherchiert in Indien die digitale Sozialunternehmer-Szene, Kathleen reist durch Kenia und Tansania, Dennis deckt Indonesien ab. Mareike erforscht Kolumbien und Bolivien, Anja erkundet Brasilien. Ben wird in Ghana und Senegal sein und ich begebe mich in die sozial-digitale Szene in China. Moritz (mein Mitgründer von betterplace.org) wird seinerseits Costa Rica und Ruanda bereisen. Und da wir auch die britische Szene als sehr interessant erachten, wird ex-betterplacerin Verena Liedgens, die jetzt an der LSE studiert, für uns Großbritannien abdecken. Ziel dieser Learning Journey ist es nicht nur den Trendreport zu verbessern und eine Fülle von spannenden, bislang wenig bekannten Erfolgsbeispielen zu sammeln, sondern auch tiefer in die Analyse von digital-sozialen Innovationen einzusteigen. Wir wollen besser verstehen, wieso es in diesem Feld so viele Pilotprojekte gibt, aber letztendlich doch wenige marktreife und skalierte Projekte. Was genau sind die Erfolgsfaktoren hinter digital-sozialen Unternehmen? Und was können wir für Deutschland aus diesen Beispielen lernen? Ab Mitte Januar, wenn die ersten Laboristen in ihre Länder aufbrechen, werden wir viel zu berichten haben. Und natürlich nehmen wir euch mit auf die Reise, im Blog, auf Pinterest, auf facebook und twitter. Eine Expedition wie diese ist nur mit einer Reihe von guten Partnern durchzuführen. Bislang sind der Ashoka Globalizer, die BMW Stiftung, sowie die Zeit Online an Bord. Letzte Details klären wir gerade mit einer Fluggesellschaft und weiteren Partnern, die an Einzelstudien in den besuchten Ländern interessiert sind. Mehr dazu, wenn die Tinte trocken ist. Macht mit! Interessiert mitzumischen? Dann gibt uns eure Fragen mit auf den Weg. Oder schickt uns Tipps – zu guten digital-sozialen Projekten in den bereisten Ländern, aber gerne auch zum besten Nudelshop in Guangzhou. Wer noch näher ran möchte, der kann bei unser Crowdfunding-Aktion mitmachen. Jeder Spender ab 10€ hat einen kleinen Wunsch frei – wir bringen Deinem alten Freund in Rio einen persönlichen Gruß vorbei, kaufen auf dem Markt in Dakar das Gewürz, das Du in Deutschland nicht kriegst, oder senden Dir eine Postkarte aus Bandung.