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NGO-Meter

Ein Benchmarking für Online Fundraiser.

Das NGO-Meter ist eine Erhebung, über die sich Spenden sammelnde Organisationen mit ihren Marktpartnern bezüglich Ihrer Online-Spendenaktivitäten und –Leistungsfähigkeit messen können. Jede gemeinnützige Organisation kann teilnehmen. Denn gemeinnützige Organisationen stehen ebenso wie gewinnorientierte Unternehmen in der Verantwortung, ihre vorhandenen Ressourcen (besonders Spendengelder) möglichst effizient einzusetzen.

Hier vom Jahr 2011:

Hier von den ersten drei Quartalen 2011, inklusive betterplace Daten:

Ziele

Das NGO-Meter soll den teilnehmenden Organisationen dabei helfen, folgende Fragen zu beantworten:

  • Werden Spendengelder zielgerichtet und effizient akquiriert?
  • Wie lassen sich die Spendenvolumina vergrößern?
  • Welche Kommunikationskanäle sind für welche Spendergruppen (etwa Großspender, Mehrfachspender u. Neuspender) am erfolgreichsten?
  • Gibt es neue Markttrends?
  • Welche Aussagen lassen sich für die eigene Leistung (Under/Over-Performance, Wachstumsmöglichkeiten) ableiten?
  • Wie lassen sich eigene Online-Fundraising-Strategien verbessern?

Mit quantitativen Leistungskennzahlen, den sogenannten Key Performance Indicators (KPI), und einer Kategorisierung nach Größe und Tätigkeitsbereich, soll eine Vergleichbarkeit zwischen den Organisationen geschaffen werden. Aus den erhobenen Daten werden individuelle Handlungsempfehlungen abgeleitet. Außerdem sollen – nach gegenseitigem Einverständnis – gezielt Marktpartner innerhalb des Teilnehmerkreises zum Vergleich ausgewählt werden können. In der abschließenden Auswertung werden die Ergebnisse aufbereitet und veranschaulicht.

Das NGO-Meter ist als dynamischer, fortlaufender Prozess angelegt, der den offenen Austausch zwischen den teilnehmenden gemeinnützigen Organisationen anregen soll, um Wünsche und Gegebenheiten der Teilnehmer berücksichtigen zu können. Es geht darum, gemeinsam mit den Teilnehmern die Eignung und Messbarkeit der Leistungsindikatoren prozessbegleitend zu diskutieren und ggf. Verbesserungen zu finden. Das NGO-Meter ist auch als Lerngemeinschaft zur Leistungsmessung der eigenen Institution zu verstehen.

Anders als etwa in den USA (vgl. z.B. blackbaud, Convio, eNonprofit Benchmarks Study) gibt es in Deutschland keine vergleichbaren Studien. Deshalb werden die anonymisierten Ergebnisse des NGO-Meter als Benchmark-Studie, die wissenschaftlich durch Dipl.-Kffr. Silke Penner (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/ Oder) begleitet wird, einer breiteren Öffentlichkeit in Form von Internetveröffentlichungen und einer Dissertation zugänglich gemacht. Die Veröffentlichung der ersten Benchmark-Studie 2011 ist für das 1. Quartal 2012 geplant. Die Erhebung und Auswertung der KPIs soll ab Juli 2011 erfolgen.

KPIs

Zu den KPIs gehören über 40 Indikatoren, von der Zahl der Mitarbeiter über Webseitenbesuche bis zur Durchschnittsspende. Hier kann die Liste mit den KPIs heruntergeladen werden. In der Liste ist markiert welche Kennzahlen obligatorisch und welche optional sind. Die Daten werden halbjährlich erhoben und ausgewertet.

Teilnahmemodalitäten

Teilnahmeberechtigt ist jede in Deutschland im steuerlichen Sinne als gemeinnützig anerkannte, Spenden sammelnde Organisation im sozialen Bereich. Die Gemeinnützigkeit ist durch die Vorlage des Freistellungsbescheids des Finanzamts zu belegen.

Die Teilnehmer unterzeichnen eine schriftliche Kooperationsvereinbarung. Diese ist von beiden Seiten quartalsweise kündbar.

Teilnehmende NGOs erhalten nach Bereitstellung ihrer eigenen Daten Zugang zu den Benchmark-Auswertungen. Diese Auswertungen basieren auf pseudonymisieren Daten und stehen allen Teilnehmern zur Verfügung. Da für NGOs der Vergleich mit einzelnen anderen Organisationen - z.B. solchen, die im eigenen Tätigkeitsfeld arbeiten und eine vergleichbare Organisationengröße haben - besonders interessant ist, kann die Pseudonymisierung selektiv aufgehoben werden: Wenn zwei NGOs bereit sind sich gegeneinander Einblick in ihre Daten zu geben, können sie dies auf der Plattform machen.

Die Ergebnisse der Arbeit von Silke Penner werden anonymisiert auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Nicht-anonymisierte Daten von anderen Teilnehmern werden zu keiner Zeit an Dritte weitergegeben. Nicht-anonymisierte und anonymisierte Daten werden in keinem Fall zu kommerziellen Zwecken verwendet. Die zu schließende Kooperationsvereinbarung können Sie hier herunterladen.

Kosten

Die Pilotphase des NGO-Meter ist mit keinen Kosten für die teilnehmenden Organisationen verbunden. Um die nachhaltige Nutzung sicherzustellen und die anfallenden Kosten, z.B. für Dateninterpretation und –aufbereitung, zu decken, streben wir nach der Pilotphase an, dass die Kosten ganz oder teilweise von einem Sponsor gedeckt werden. Ansonsten sollen sie per Umlage von den Teilnehmern getragen werden. Selbstverständlich wird jeder Teilnehmer vor einer ersten Zahlung ausdrücklich um Zustimmung zu diesem Verfahren gebeten. Sollte diese nicht erfolgen nimmt er nicht mehr an dem NGO-Meter teil und seine Daten werden nicht mehr weiterverarbeitet.

Sie haben Interesse, bei dem NGO-Meter mitzumachen? Schreiben Sie einfach eine Mail an einen der Verantwortlichen (s.u., einfach auf die Namen klicken).

Die Verantwortlichen

ist promovierte Kulturanthropologin und Autorin zahlreicher Veröffentlichungen zu den kulturellen Folgen der Globalisierung, Migration und Tourismus. Etwa: Tanz der Kulturen, Verlag Antje Kunstmann 1998, Rowohlt 2000, Maxikulti, Campus 2008 und Seeing Culture Everywhere, University of Washington Press 2009. Joana Breidenbach (Homepage) ist Mitgründerin von betterplace.org und leitet das betterplace lab.

beschäftigt sich seit mehr als 10 Jahren mit dem Medium Internet und Online Kommunikation. Er hat Internationales Informationsmanagement an der Universität Hildesheim studiert sowie International Marketing an der Copenhagen Business School. Seine Erfahrungen bei einer internationalen IT-Unternehmensberatung und aus dem Agenturumfeld bringt er seit 2009 bei Save the Children Deutschland ein, wo er als Online Marketing Manager im Bereich Marketing und Fundraising tätig ist. Daniel Harbig wird als Mitarbeiter von Save the Children nur anonymisierte Daten des NGO-Meter einsehen können.

ist Diplom- Kauffrau und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Europa-Universität Viadrina (Frankfurt/Oder) am Lehrstuhl für Finanzwissenschaft und Umweltökonomie. Außerdem lehrt sie als Dozentin für Allgemeine BWL an der Fachhochschule Brandenburg. Im Rahmen ihrer Dissertation forscht sie im Bereich Benchmarking und Erfolgsmessungsoptimierung von NGOs. Vor der Aufnahme ihrer wissenschaftlichen Laufbahn hat sie bereits diverse berufliche Stationen in der freien Wirtschaft durchlaufen. Dazu zählten Steuerberatung (FALK GmbH & Co KG) und Wirtschaftsprüfung (PricewaterhouseCoopers AG, Frankfurt und Berlin) sowie freiberufliche Unternehmensberatung, u.a. in der Branche der Erneuerbaren Energien.

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