Arbeit 2.0, New Work oder einfach neues Arbeiten: Unter Organisationsentwicklern machen diese Buzz-Words gerade mächtig die Runde, im Xing-Blog Spielraum schreiben wir dazu zahlreiche Artikel, und Frederic Laloux Buch Reinventing Organisations avanciert zu einer Art Bibel. Im betterplace lab haben wir das Ganze ausprobiert. Machen wir noch immer. Denn wenn man den Chef ersatzlos streicht, wirkt das lange. Länger als ein Jahr, länger als 2015.

 

Im betterplace lab waren wir noch nie besonders hierarchisch unterwegs. Joana war als Gründerin zwar immer präsent und prägend, aber ich kann mich an keine einzige Top-Down-Entscheidung erinnern, die sie gegen unseren Willen durchgesetzt hat. Aber Moment mal: Sie war immer präsent? Nun ja, sie ist es immer noch, aber nicht mehr so oft. 2015 hat sie sich rar gemacht. Und wir als Team haben das Ruder übernommen. Acht Leute am Ruder, wohin soll das führen? Wissen wir auch noch nicht genau. Und die Sache ist komplexer als es sich anhört, wenn wir sagen: „Bei uns bestimmt nun jeder sein Gehalt selbst!“, oder „Wer bei uns ein Projekt leitet, darf eigenverantwortlich auch gegen die Meinung des Teams entscheiden.“ Und das neue Arbeiten ist nicht zu verwechseln mit einem Haufen Hippies, die diskutieren, bis es endlich einen Konsens gibt – im Gegenteil.

 

In unserem Jahresfilm versuchen wir diese Komplexität zu reduzieren. Es geht dieses Mal nur am Rande um unsere Projekte, die wir – Jippieh! – alle recht erfolgreich umgesetzt haben und hauptsächlich um unsere Art zu Arbeiten. Eins vorweg: Es macht richtig Spaß und motiviert ungemein, wenn man so eigenverantwortlich arbeiten darf.