Social Media Kampagnen sind aufwendig und teuer. So oder ähnlich denken viele NGO. Die Hilfsorganisation l’appel hat mit viel Engagement, aber wenig Geld eine tolle Kampagne auf die Beine gestellt und so mehr als 500 Spender mobilisiert! Diese  tolle Leistung hat die Jury des Online-Helden-Awards so überzeugt, dass die Kampagne #meinappell  Gesamtsieger im Online-Helden-Wettbewerb wurde. Was haben die Helden gemacht, dass diese Kampagne nun so gut funktionierte?

Der Medienmix macht’s: l’appel ist auf allen wichtigen Social Media Kanälen mit der Kampagne unterwegs gewesen. Zum Beispiel auf Facebook, YouTube und Twitter. Das heißt nicht, dass auf jedem Kanal die gleichen Texte oder Bilder gepostet wurden – das wird dann ja schnell langweilig. Die Kampagnenmacher haben bei jedem Medium darauf geachtet, den optimalen Inhalt zu verwenden. So wurde auf Facebook vor allem mit Kampagnenbilder gearbeitet. Auf Twitter mit kurzen knackigen Zitaten. Newsletter kündigten die Kampagne an und beschrieben deren Ziel. Und wichtig: Die eigene Website wurde nicht vergessen, sondern war auch deutlich mit der Kampagne gebrandet. Kampagnen-Branding: #Hashtag überall Eigentlich denkt man bei Hashtags ja vor allem an twitter. Aber l’appel hat das Hashtag konsequent an allen Stellen verwendet. So wurde es zum Wiedererkennungszeichen der Kampagne – unabhängig vom Kanal Offline nicht vergessen! Schlau: Die Kampagnenmacher haben nicht vergessen Offline-Medien einzubeziehen. So verteilten die Mitmacher zum Beispiel Flyer, hingen Poster an Infowänden aus und traten sogar im Fernsehen auf. Die Community mobilisieren – zum Beispiel mit WhatsApp Diese geballte multimediale Präsenz war vor allem möglich, weil es l’appel gelungen ist, ganz viele Unterstützer zur Verbreitung der Kampagne zu mobilisieren. Für schnelle und direkte Absprachen mit ihren Unterstützern haben sie zum Beispiel WhatsApp benutzt – das haben wir vorher von noch keiner Kampagne gehört, finden aber, dass das eine ziemlich gute Idee ist. Denn durch diesen direkten Draht zur eigenen Community war die Kampagne eben besonders erfolgreich. Visuell sein: Mit Infografiken arbeiten L’appel ist es gelungen für diese kleine Kampagne eine eigene Bildsprache zu entwickeln. Und zwar lediglich dadurch, dass Schrifttyp, Schriftfarbe und Logo immer gleich verwendet wurden. So kamen die Kampagnenbilder viel professioneller rüber. Ohne dafür großen Aufwand betreiben zu müssen.

Für eine übersichtliche Darstellung ihres Kampagnenziels haben die Online-Helden auch noch eine Infografik umgesetzt. Dafür muss man nicht unbedingt Grafiker sein. Es gibt viele Online-Tools, mit denen man schnell und einfach Informationen visuell umsetzen kann (hier eine Zusammenstellung).