Manche sagen: Digitale Daten werden unsere Welt radikal verändern. Bis zu einer künstlichen Intelligenz, die uns Menschen das Wasser reichen kann, wird es zwar noch ein bisschen dauern. Aber man kann gar nicht früh genug damit anfangen, sich über den Umgang mit digitalen Daten Gedanken zu machen: Wem gehören sie? Wer darf damit Geld verdienen? Wer muss sie wovor schützen? Diese Fragen müssen sich auch NGOs lieber früher als zu spät stellen. Doch stellen sie sich diese Fragen überhaupt? Unsere Studie kommt zu überraschenden Ergebnissen.

So ist jedem, den wir gefragt haben, Privatsphäre „irgendwie“ wichtig. Aber nur wenige nutzen tatsächlich Tools, um ihre eigenen oder die Daten ihrer Spender zu schützen. Und Vertrauen entsteht vor allem auf einer persönlichen Mensch-zu-Mensch-Ebene. Automatischen Vertrauensmechanismen sind bislang kaum anerkannt. Insgesamt zeigt sich, dass die meisten Befragten nur ein Gefühl von Datensicherheit und digitale Privatsphäre haben. Es wird also dringend Zeit, dass wir diese Themen besser verstehen.

Denn auch für den sozialen Sektor bieten Daten ein enormes Potential. In unserem Trendreport 2013 haben wir uns den Nutzen von “Big Data” bereits näher angeschaut. Gleichzeitig rücken die Risiken durch die Auswertung immer größerer Datenmengen in den Fokus – nicht erst seit den Wikileaks-Enthüllungen in 2013. Deshalb müssen sich auch Akteure aus dem sozialen Sektor jetzt und in Zukunft ernsthaft mit den Themen Datenschutz und Transparenz auseinandersetzen. Bisher gibt es kaum Studien, die beantworten, wie diese Akteure heute über solche Themen denken. Macht sich die NGO in Brasilien eigentlich Gedanken über den Schutz der Daten ihrer Begünstigten? Was versteht eine deutsche Stiftung unter “Transparenz”? Und worin unterscheidet sie sich dabei von einer chinesischen Stiftung? Sorgen sich indonesische Aktivisten mehr wegen der Überwachung durch ihre Regierung oder wegen der Auswertung ihrer Daten durch Unternehmen?

Während unserer Forschungsreise lab around the world haben wir Interviews mit Akteuren aus dem sozialen Sektor in China, Brasilien, Indien, Indonesien und Deutschland geführt. Im Mittelpunkt standen Fragen nach ihrer Einstellung und ihrem Verhalten in den Bereichen Datenschutz, Transparenz und Vertrauen. Die Mozilla Foundation hat uns für diese 40-seitige Studie unterstützt. Hier eine Vorschau zum blättern, die kannst Dir die Studie aber auch herunterladen

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