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Wie spenden die Deutschen? Ergebnisse unserer Umfrage jetzt als Präsentation.

08.02.2011 | Author: Angela Ullrich | 2 Kommentare

Im November 2010 hatten wir gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut The Consumer View und der freien Markenberatung Musiol Munzinger Sasserath eine Umfrage zu den verschiedenen Kanälen, über die Spenden getätigt werden können, durchgeführt. Die wichtigsten Ergebnisse haben wir jetzt in einer Präsentation zusammen gefasst (unten links auf "menu" und dann "full screen" klicken).



Trend zu mehr Onlinespenden

Ein Ergebnis war, dass es einen Trend hin zu mehr Onlinespenden gibt. Wurden im vergangenen Jahr 6 Prozent der Spenden über das Internet getätigt, sollen es in diesem Jahr laut Aussage der Befragten bereits 8 Prozent sein. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch eine Umfrage der Bitcom im Dezember 2010, wonach mittlerweile 10 Prozent der Bundesbürger über das Internet spenden (im Jahr 2009 waren es laut Bitcom erst 7 Prozent).

Aber kein schneller Prozess

Allerdings findet hier ein gradueller Prozess und keineswegs ein „Big Bang“ statt. Vor allem die jüngeren, internetaffinen Menschen, die derzeit noch nicht zur Hauptgruppe der Spender zählen, werden in Zukunft zunehmend über das Internet spenden. Sie wachsen langsam in den Onlinespendenmarkt hinein. Die derzeit wesentlich relevantere Gruppe der älteren Spendenden verhaftet hingegen in ihrem herkömmlichen Spendenverhalten und will dies auch zukünftig nicht ändern. Altmodische Zahlungswege wie der Überweisungsträger bleiben deshalb wohl noch längere Zeit en vogue.

Misstrauen gegenüber Spendenplattformen muss abgebaut werden

Als größter Hemmschuh für das Spenden über eine Spendenplattform im Internet wird die zweifelhafte Seriosität genannt. Nach wie vor besteht ein Misstrauen, ob das gespendete Geld auch wirklich bei den Projekten ankommt. Hier stehen die Spendenplattformen vor der großen Herausforderung, durch Aufklärungsarbeit und innovative Kontrollmechanismen sowie schonungslose Transparenz eine breitere Akzeptanz und Reputation zu gewinnen.  Die Befragten sehen dabei durchaus die grundsätzlichen Vorteile von Online-Spendenplattformen.: Dazu zählen vor allem die Möglichkeit, gezielt nach Projekten zu suchen sowie viele Hintergrundinformationen zu den Projekten und über die Mittelverwendung zu erhalten.

N.B. Eine methodische Anmerkung: Für die Studie wurden 500 Personen befragt, die in Privathaushalten leben. Die Stichprobe ist repräsentativ, allerdings müssen einige der Ergebnisse dahin gehend interpretiert werden, dass zum einen reale Entscheidungen in der Vergangenheit mit für die Zukunft geplanten Handlungen gleichgesetzt werden, was mangels anderer Daten zwar geläufig ist, aber methodisch nicht einwandfrei. Ebenso sind einige Werte - z.B. der rückläufige Wert bei Bonus- und Meilenspenden - nicht als Trend anzusehen, da es sich gerade mal um eine Veränderung von 5 Personen handelt. Zumal kann man dies auch so verstehen, dass die Beteiligten anlassbezogen spenden, z.B. wenn sie einen Newsletter bekommen oder wenn eine große Katastrophe passiert ist, wie in Haiti und Pakistan. Diese Arten von Spenden lassen sich von den Befragten also schlecht vorhersehen und fallen somit niedriger aus.

Angela Ullrich
  1. Angela Ullrich
    10.02.2011

    Hallo Sebastian,
    grundsätzlich ist es natürlich möglich, die Veränderungen in Prozent abzubilden und damit die Wachstumsdynamik der einzelnen Spendenkanäle noch besser zu verdeutlichen. Für den Bereich der Onlinespendenplattformen würden wir dann ein Wachstum von 43 Prozent feststellen. Wir haben jedoch Abstand von der Darstellung einer solchen prozentualen Veränderung der Prozentveränderung genommen, da bei der Größe der Stichprobe von n=254 (Personen die tatsächlich gespendet haben) diese Aussage auf sehr wenigen Spenderentscheidungen basiert und damit sehr gewagt wäre. Für den Fall der Onlinespendenplattform bedeutet ein Wachstum von 0,8 Prozent eine Entscheidung von 2 Personen. Überhaupt sind natürlich alle Aussagen der Studie vor dem Hintergrund dieser Grundgesamtheit zu interpretieren.

  2. Sebastian Schwiecker
    08.02.2011

    Sehr spannende Studie!

    Einzig die Folie 11 würde ich ändern und die relative, nicht die absolute Veränderung darstellen, da so die Entwicklung besser zu sehen ist. Spendenportale wachsen den Ergebnissen nach ja relativ gesehen um fast 50% was der Folie aber nur schwer zu entnehmen ist.

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