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Vorhang auf: Der Blueprint 2015!

15.12.2014 | Author: Joana Breidenbach | 0  Kommentare

Seit sechs Jahren faßt die führende amerikanische Philantropieexpertin und Social Sector Guru (oder Gurvi, wohl die weibliche Form von Guru im Sanskrit) Lucy Bernholz, die wichtigsten Entwicklungen der amerikanischen digital-sozialen Szene in ihrem Blueprint zusammen. Die Publikation, herausgegeben in Kooperation mit GrantCraft, bietet zum einen einen Jahresrückblick, inklusive den heißesten Buzzwords der Szene. Zum anderen prognostiziert Lucy, welche Themen und Akteure im kommenden Jahr bedeutsam sein werden. Wir freuen uns sehr, dass wir zu dem gerade erschienenen Blueprint 2015 die Ergebnisse unserer Lab Around The World Recherchen einbringen konnten.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen des Blueprint 2015:

Joana Breidenbach

Keine Angst vor der Digitalisierung! Internationale Konferenz des Vodafone Instituts zur digitalen Gesellschaft

12.12.2014 | Author: Angela Ullrich | 0  Kommentare

Am 4. Dezember trafen sich Experten aus Politik, Wirtschaft und Forschung im Berliner Gasometer zu Konferenz: „Digitising Europe – Opportunities for the next generation, organisiert vom Vodafone Institut. Dabei wurde jede Menge Einblick und Ausblick für uns als digitalisierte Gesellschaft gegeben. Hier kommt ein Querschnitt durch wichtigste Themen und Thesen.

Die virtuelle und die reale Welt verschmelzen immer stärker miteinander. Im Internet der Dinge werden Objekte intelligent und tauschen untereinander Informationen aus: Drucker, die eigenständig Toner nachkaufen, Waschmaschinen, die genau dann waschen, wenn der Strom günstig ist und Fleisch, das alle Daten über seine Herstellung und seine Lieferwege speichert. Die Wirtschaft und die Arbeitswelt werden sich dadurch stark verändern und stehen vor einer echten Herausforderung. „Eine Antihaltung wird uns nicht nach vorn bringen“, warnt Kanzlerin Angela Merkel gleich zu Beginn der Konferenz und wünscht sich, dass die Chancen der Digitalisierung in Deutschland stärker genutzt werden sollen.

Taktitles Internet verändert den Alltag

Taktiles Internet bringt uns in eine neue Sphäre der digitalen Welt. Objekte sind nicht nur mit Sensorik versehen, sondern können in Echtzeit durch Menschen oder auch Maschinen gesteuert werden, was für viele Tätigkeiten wie z.B. Operationen, Produktionsprozesse oder Wissensvermittlung ganz neue Möglichkeiten schafft. Gerhard Fettweis von der TU Dresden zeigt sehr eindrucksvoll in einem Film, wie ampelfreies autonomes Fahren funktionieren kann, bei dem kooperative Verkehrssysteme die Steuerung übernehmen. Alle Fahrzeuge fahren auf den ersten Blick wild durcheinander, aber der Verkehr fließt. Eigentlich toll, denn so werden Unfälle vermieden, Energie gespart und nebenher entstehen neue Grünflächen, da wir die großen Ampelkreuzungen nun nicht mehr brauchen. Und vor nicht berechenbaren Zwischenfällen, wenn z.B. ein Kind einem Ball nachjagt, schützt uns ein „Personal Bubble“, der auf einem Mobilfunktracking basiert. Irgendwie aber auch beängstigend, denn ein zentraler Eingriff ins Steuerungssystem könnte verheerende Konsequenzen mit sich bringen.

Nehmen uns die Maschinen die Arbeit weg?

Die große Frage der Konferenz war, wie die zukünftige Rolle des Menschen, oder ökonomisch ausgedrückt des Produktionsfaktors Arbeit, in dieser immer digitaler werdenden Welt aussehen wird. Die Angst, dass der Mensch durch Maschinen ersetzt und seine Arbeitskraft obsolet wird, ist seit jeher ein bekanntes Phänomen. Michael Osborne, Experte für Machine Learning an der Oxford University, will uns hier beruhigen und erinnert daran, dass technische Innovationen wie die Sockenstrickmaschine oder auch die Waschmaschine zu ihrer Zeit große Ängste um Arbeitsplatzverlust hervor riefen. Dann aber stellte sich heraus, dass die eingesparte Zeit an anderer Stelle viel sinnvoller eingesetzt werden konnte und Frauen z.B. nun nicht mehr stundenlang mit der Wäsche beschäftigt waren, sondern sich weiter bilden oder einen anderen, produktiveren Tätigkeit nachgehen konnten.

Das ist natürlich richtig und aus genau diesem Grunde wünscht man sich auch mehr Technik für viele Haushalte in weniger entwickelten Länder. Aber treffen diese Beispiele wirklich den Kern der heutigen Ängste? Klar erfordert die Digitalisierung auch die Tätigkeit von Menschen. Es muss programmiert werden, die Hardware muss produziert werden, Anwendungen müssen analysiert und evaluiert werden und vieles mehr. Fraglich ist, ob diese neuen Jobs die wegfallenden alten Jobs auch nur annähernd kompensieren können.

Potenzial: Neue Arbeitsformen durch Digital Skills

Immerhin ermöglichen digitale Tools völlig neue Arbeitsformen. Sinead Mac Manus vom Digital Skill Startup Fluency betont, dass die Digitalisierung ein Umdenken in der Arbeitswelt bewirkt, hin zu einer komplett neuen „Nature of Work“. Der Zugang zu Arbeit wird einfacher, z.B. über Plattformen, wo Freiberufliche um Aufträge konkurrieren. Arbeitsort und die Arbeitszeit werden immer flexibler, so dass mehr Menschen, und insbesondere Frauen, mitwirken können. Man hat mehrere Jobs gleichzeitig und mehrere Karrieren nacheinander. Die Menschen, die ihr Leben lang für eine Firma gearbeitet haben, wird es zukünftig kaum noch geben. Um in der neuen Jobwelt mithalten zu können, sind jedoch Digital Skills wichtig.

Gering Qualifizierte sind Verlierer der Digitalisierung

Die Untersuchungen von Michael Osborne ergaben, dass durch die Digitalisierung auch nicht jede Arbeit durch Maschinen ersetzt werden kann. So bleiben Kreativität, soziale Intelligenz und der Umgang mit unstrukturierten, nicht vorhersehbaren Situationen den Menschen vorenthalten. Und vor allem die Hochqualifizierten müssen sich recht wenige Sorgen machen. Problematisch ist, dass in unserer Wirtschaftswelt bereits jetzt die weniger Qualifizierten das Gros der Arbeitslosigkeit präsentieren. Diese Schieflage wird durch die zunehmende Digitalisierung verstärkt. Glaubt man der empirischen Forschung von Jochen Kluve, Arbeitsmarktökonom an der Humboldt-Universität, so wird dieser „Skill-Bias“ weiter fortschreiten. In der digitalisierten Arbeitswelt wird die qualifizierte Arbeit komplementär mitwachsen, während die unqualifizierten Arbeitskräfte durch Roboter substituiert werden.

Digital Natives blicken recht zuversichtlich in die digitale Zukunft

Um einen noch größeren Mismatch am Arbeitsmarkt zu vermeiden, macht es offensichtlich viel Sinn, gleich von vornherein die richtige Qualifikation für eine Arbeit in der digitalen Welt zu erwerben. Aber was wollen und erwarten denn junge Menschen heute überhaupt? Zu dieser Frage hat das Vodafone Institut eine internationale Studie in neun Ländern durchgeführt und rund 9000 junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren zur Einschätzung ihrer Chancen in einer zunehmend digitalisierten Welt befragt.

David Deissner vom Vodafone Institut präsentiert, dass die Mehrzahl der Befragten recht zuversichtlich ist, was ihre zukünftigen Jobaussichten und ihren erwarteten monetären Lebensstandard betrifft. Es fällt jedoch auf, dass die italienische Jugend hier mit Abstand am pessimistischen votiert.

Mehrheitlich wird erwartet, dass die Digitalisierung ein Plus an Jobs bringen wird. Um so erstaunlicher ist, dass nur durchschnittlich 30 Prozent der Digital Natives planen, im ICT Bereich tätig zu werden; in Deutschland sind es sogar nur erschreckende 13 Prozent. Als Grund dafür werden mangelndes Interesse, fehlende Fähigkeiten und vor allem auch eine fehlende Begabung angegeben. Die Mehrheit der Befragten meint zudem, dass die Schulbildung derzeit nicht hinreichend auf solche Jobs vorbereitet.

Bildung ist die Antwort

Fazit aus all dem kann nur einmal mehr sein, dass die Bildung verbessert werden muss: Gering qualifizierte Menschen müssen befähigt werden, in der digitalisierten Welt mithalten zu können. Digital Skills sind breit und niederschwellig zu vermitteln. Die Ausbildung in Schulen und Hochschulen muss besser auf das Berufsleben in einer digitalen Arbeitswelt vorbereiten und zu Tätigkeiten im ICT Sektor motivieren.

Üblicherweise hinkt die Bildung den technischen Neuerungen um einige Jahre hinterher. Diese Verzögerung wird oft mit 15 Jahren beziffert. Zum Glück schaffen digitale Möglichkeiten auch hier Abhilfe und Bildung ist nun schneller möglich. Zum Beispiel durch online Tutorials, Digital Academies oder die viel zitierten MOOCS werden Bildungsangebote schnell einer breiten Masse zugänglich gemacht und dadurch letztlich demokratisiert. Das derzeitige Bildungssystem krankt daran, dass zu viele Schüler mit stark differenzierter Leistung zumeist frontal unterrichtet werden, betont Jörg Dräger von der Bertelsmann Stiftung. Das Ergebnis dieser Ausbildung ist schlecht und teuer. Digital Learning, so Dräger, ermöglicht hingegen neben dem breiten Zugang vor allem mehr maßgeschneiderte, individuelle Lernmöglichkeiten für den Einzelnen und hat zudem über die Vernetzung in Gruppen auch ein wichtiges soziales Element.

Big Data wichtige Voraussetzung

Für Lernprogramme und überhaupt alle Algorithmen, die hinter digitalisierten Prozessen stehen, werden Daten gebraucht. „Big data ist the biggest natural ressource of the 21th century“, betont Rich Hume von IBM in seinem Vortrag wohl nicht ganz zu unrecht. Die große Herausforderung besteht nun darin, diese Ressource sinnvoll zu nutzen und auch, nachhaltig mit ihr umzugehen. Hier ist das Thema Datenschutz von großer Relevanz. Von politischer Seite müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die den Schutz persönlicher Daten sichern, aber gleichzeitig Anwendungen und Entwicklungen des Big Data Management ermöglichen. Das wird, so Kanzlerin Angela Merkel, mit der Datenschutzgrundverordnung jetzt auf europäischer Ebene in Angriff genommen.

Start ups als neuer Wachstumsmotor? We are all entrepreneurs know!

Fast schon wie früher beim Mittelstand wird nun den innovativen Start Ups eine wichtige Rolle für Wachstum, Jobs und Wettbewerbsposition zugeschrieben. Als Impulsgeber und Innovatoren - insbesondere im derzeit hinkenden Bildungsbereich -bergen sie viel Potential für die wirtschaftliche Zukunft gesehen. Deswegen, so möchte es Kanzlerin Angela Merkel, sollen die Rahmenbedingungen für Start Ups verbessert oder gar auf Europaebene harmonisiert werde; insbesondere der Zugang zu Wagniskapital. Allerdings fehlt hierzulande wohl oft noch die entsprechende Einstellung und Unterstützung der Arbeitgeber, wenn Mitarbeiter ein eigenes Unternehmen gründen wollen, wie Ijad Madisch von ResearchGate berichtet. Er versuchte zunächst vergeblich in Deutschland seinen Start Up zu gründen. Glücklicherweise kehrte er nach erfolgreichem Start in den USA dann doch wieder nach Berlin zurück.

Wie so oft bei dieser Konferenz wurde auch zu diesem Thema eine kurze digitale Meinungsabfrage durchgeführt. Mit Hilfe von kleinen Reflektoren (SwarmWorks, siehe Bild) konnten in Sekundenschnelle per Infrarotlicht die Ergebnisse ermittelt und als Graphik auf die Leinwände projiziert werden.

Erstaunlich war, dass mehr als 80 Prozent der Anwesenden angaben, dass sie gern ein eigenes Unternehmen gründen würden bzw. selbst schon Gründer sind. Erstaunlich vor allem, da mindestens 30 Prozent der Teilnehmer aus Politik, Verbänden und Stiftungen stammten.

Angela Ullrich

Digitale Lösungen im Kampf gegen Ebola

10.12.2014 | Author: Franziska Kreische | 0  Kommentare

Kann man via Skype die Heilungschancen eines Ebola-Erkrankten erhöhen? An der bisher schlimmsten Ebola-Epidemie in Afrika sind laut Angaben der WHO bereits 6.070 Menschen gestorben. Internationale Organisationen, Regierungen und Gesundheitshelfer haben in den vergangenen Monaten viele kreative, technische Lösungen entwickelt um den Menschen vor Ort zu helfen. Worin liegt ihr Potenzial und wie können sie auch die Arbeit der Helfer vor Ort effektiv unterstützen?

Während der Ausbruch des Ebola-Virus in Nigeria in kurzer Zeit gestoppt werden konnte, ist die Situation in den drei westafrikanischen Ländern Liberia, Guinea und Sierra Leone kritisch – in letzterem steigt momentan noch die Anzahl der Neuerkrankungen. Die ohnehin schwachen Gesundheitssysteme in den betroffenen Staaten sind mit der Patientenversorgung völlig überfordert. Mit einer intensiven medizinischen Versorgung ist die Überlebenschance eines Erkrankten um ein Vielfaches höher – das  beweisen die wenigen Fälle in den USA und Europa. Es kommt bei der Behandlung vor allem auf eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung und die Überwachung des Elektrolytehaushalts an. Dafür braucht es ein geschultes Pflegepersonal, das den Zustand des Patienten rund um die Uhr im Auge behält. Weil es in den westafrikanischen Ländern jedoch nicht genug Personal gibt und außerdem die Gesundheitszentren schlecht ausgestattet sind, liegt die Wahrscheinlichkeit, an Ebola zu sterben, momentan zwischen 50-70 Prozent.

IKT in der Gesundheitsversorgung

In unserem Innovationsreport „Wie Kommunikationstechnologien Leben verbessern“ hat das betterplace lab bereits die wichtige Rolle neuer Technologien (Handys, Apps, das Internet und transportable Geräte) in der Gesundheitsversorgung untersucht: Ihr Potenzial liegt vor allem in der Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten, aber auch in Administration und Management sowie (Weiter-)bildung von Personal. Sie zeigen zudem neue und effiziente Wege auf, um bisher unterversorgte oder schwer erreichbare Menschen und Gesundheitshelfern besser zu helfen.

Der Erfindungsreichtum an neuen, kreativen IKT-Lösungen, die die Arbeit der Helfer in den Ebola-Gebieten unterstützten sollen, ist enorm. Besonders effektiv wirken sie vor allem im Zusammenspiel. TechChange hat dazu eine gute, übersichtliche Infografik erstellt:

Geo-Mapping
Neben der Behandlung eines Infizierten ist es ebenso wichtig, zurückzuverfolgen, wie sich die Krankheit ausbreitet. Das Team der Humanitarian OpenStreetMap hat seit Beginn der Epidemie versucht, diese Spuren auf einer digitalen Landkarte zu erfassen. Unterstützt wird es von der globalen Freiwilligenorganisation Standby Taskforce, die zudem auch Informationen über die vorhandenen Gesundheitseinrichtungen sammeln und in eine Karte einpflegen.

Administration 2.0
Viele Gesundheitseinrichtungen, vor allem in entlegenen Regionen, befinden sich in einem sehr schlechten Zustand. Das überlastete Personal muss sich neben der Behandlung der Patienten auch um die Erfassung aller Daten in den Krankenakten kümmern. Damit dieser Prozess (zeit-)effizienter gestaltet werden kann – und die Informationen schneller an die zentralen Behörden weitergeleitet werden – hat die US-amerikanische Organisation Magpi eine digitale Lösung entwickelt, mit der Mitarbeiter alle relevanten Patienten-Informationen über ihr Handy versenden können, die dann in eine Datenbank eingepflegt werden.

SMS-Service und Online-Übersetzung
Damit Gesundheitspfleger selbst auch immer auf dem neuesten Stand in Sachen Patientenversorgung sind, versendet der SMS-Service mHero regelmäßig Updates über Ebola. Und um Einwohner in entlegenen Regionen über Risiken und Vorsorge aufklären zu können, bietet Translators Without Borders kostenlos online Übersetzungen von Plakatkampagnen in lokale Sprachen an.

Skype
Viele Menschen weigern sich, ihre erkrankten Verwandten in den Gesundheitseinrichtungen abzugeben. Vor allem Mütter haben Angst, ihre Kinder nie wieder lebend zu sehen. Der physische Kontakt ist aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr während der Behandlung strengstens untersagt. Diese zusätzliche psychische Belastung verringert die Heilungschancen für die Erkrankten und führt dann eben dazu, dass viele Menschen zu Hause bleiben und weitere Personen in ihrer Umgebung anstecken. Aus diesem Grund hat Save the Children in einigen Einrichtungen die Möglichkeit genutzt, innerhalb lokaler Netzwerke eine Skype-Verbindung zwischen Erkrankten und Angehörigen einzurichten. Hier konnten sie sich austauschen, Zuspruch erhalten und den Kontakt zur Außenwelt halten.

Social Media
Über Ebola und Möglichkeiten ihrer Behandlung sind inzwischen viele, teils gefährliche Informationen im Umlauf. So hat das Baden im und Trinken von Salzwasser natürlich keinen heilenden Effekt – stattdessen gab es in Folge mehrere Todesopfer, die dieser Theorie Glauben geschenkt haben. Daher nutzen die WHO und andere Organisationen ihre Social Media Kanäle, um solche Falsch-Informationen möglichst im Keim zu ersticken. Facebook & Co. mag vielleicht in Guinea und Sierra Leone nur von einer Minderheit genutzt werden – viele Einwohner haben aber Verwandte in der Diaspora, denen sie meist größeren Glauben schenken als staatlichen Initiativen. Einwanderer in den USA oder Europa sind die Zielgruppe solcher Social Media-Kampagnen, denn sie stehen besonders in Krisenzeiten wie jetzt mit ihrer Familie in engem Kontakt.

Hackathons
Das GEN Editors Lab, ein Programm, das regelmäßig Entwickler, Journalisten und Designer im Rahmen von 2-tätigen Hackdays zusammenbringt, um neue Prototypen verschiedenster Arten zu entwickeln, hat eine Serie von drei Hackathons in Accra, Lagos und Dakar gestartet. Ziel ist, SMS-basierte Lösungen zu entwickeln, die möglichst viele Menschen in den betroffenen Regionen erreichen und sie über die Krankheit aufklären und Unterstützung bieten. Die Gewinner der Hackathons werden von einer Expertenjury ausgewählt, die ihnen dann auch bei der Umsetzung ihrer Ideen beratend zur Seite steht.
In Nigeria hat EbolaGo gewonnen: Es stellt wichtige Informationen und Updates über den Ebola-Status im Web, per SMS und als App für’s Smartphone bereit. Zusätzlich ermöglicht es die Kommunikation zwischen Arzt und Patient, bzw. Arzt und Krankenhaus.

Wie Nigeria Ebola besiegt hat

Nigeria wurde vor einigen Wochen offiziell von der WHO als Ebola-frei erklärt. Das schnelle Eingreifen der Behörden nach Bekanntgabe der ersten Infizierten, die Ausrufung des Notstands und ein sehr gut abgestimmtes Vorgehen aller Verantwortlichen sind nur eine der Gründe warum das bevölkerungsreichste Land Afrikas vergleichsweise glimpflich davon gekommen ist. Denn obwohl Nigeria als digital nur schwach durchdrungen gilt (nur 8,1 Prozent haben Zugang zu einem eigenen Computer), haben IKT vor allem bei der Informationsweitergabe eine entscheidende Rolle gespielt. Nigeria liegt nämlich trotz seiner schlechten digitalen Infrastruktur auf Platz drei der Twitter-Nutzerrate in Afrika. @EbolaAlertTwitter, von einem Zahnarzt gestartet, hatte in kürzester Zeit 76.000 Follower, die Informationen über die Krankheit und Hilfe-Hotlines erhalten wollten. Ebenso hat die Regierung täglich mehrere SMS an über 50.000 Nigerianer versendet, in denen sie über die Krankheit aufgeklärt hat. eHealth & Informations Systems hat eine App entwickelt, mit deren Hilfe Gesundheitspersonal Symptome ermitteln und Berichte versenden konnten. Das hat die Zeit, die normalerweise für die Berichterstattung über Neuinfektionen gebraucht wird, um 75 Prozent reduziert.

Aussicht

Neben den oben bereits genannten Vorteilen von IKT im Bereich Gesundheit liegt ihr Potential in Krisensituationen wie der Ebola-Epidemie also vor allem in der Schnelligkeit der Berichterstattung, Datenübertragung und Bereitstellung von Informationen. Bei einer so hoch infektiösen Krankheit wie Ebola ist dies besonders wichtig. Dennoch: Um die Krankheit nachhaltig und vollständig in den Griff zu bekommen, müssen bald entsprechende Impfstoffe entwickelt werden. Erst im nächsten Jahr rechnet die WHO mit einem wirklichen Durchbruch. Bis dahin werden weitere (digitale) Zwischenlösungen gefunden. Partners in Health entwickelt beispielsweise eine flexible Datenbank und IT-Plattform, in der alle Erkenntnisse über die Krankheit jetzt und zukünftig gesammelt werden und sich darüberhinaus ein Netzwerk zwischen Industrie, Wissenschaft und Spendenorganisationen bilden soll, das mit vereinten Kräften neue Weg beschreitet.

Franziska Kreische

Der neue NT100-Report und ein Vergleich zwischen Trendreport und Social Tech Guide

08.12.2014 | Author: Ben Mason | 0  Kommentare

Oft werde ich nach den drei bzw fünf besten digital-sozialen Projekten gefragt. Nun, der NT100 setzt da ein bisschen höher an…

Digitale Technologien für den sozialen Sektor nutzen. Dafür mag es viele unterschiedliche Begriffe geben, doch es steht außer Frage, dass es passiert – angestoßen durch immer mehr Menschen überall auf der Welt. Die Geschwindigkeit, mit der diese Innovationen entstehen, stellt selbst für Menschen, die sich mit dem Phänomen digital-sozial intensiv beschäftigen, eine Herausforderung dar: Wer macht was und vor allem wo? Grund allein, einen Platz zu schaffen, wo viele solcher Beispiele für Untersuchungen oder Vergleiche gesammelt werden.

Genau das ist das Ziel des Social Tech Guide, ein Projekt der britischen Stiftung Nominet Trust. Deren Platform listet hunderte inspiriender sog. “Tech for Good”- Beispiele und in Form des NT100 veröffentlichten sie vor kurzem eine Auswahl der 100 inspiriendsten Projekte des Jahres (zufällig war Lucy Bernholz dieses Jahr Mitglied der Auswahljury, Vorreiterin im Bereich digital-sozial und eine Freundin des lab). Der NT100 stellt eine wunderbare Ressource für Forscher und Praktiker dar und informiert bzw begeistert darüberhinaus auch sein Publikum, das sich vor allem in Großbritannien befindet.

Warte, das hab ich doch schon mal irgendwo gehört…

Wenn du die Arbeit des betterplace lab kennst, dann mag dir das alles ziemlich vertraut klingen. Mit unserem wichtigsten Projekt, dem Trendreport, verfolgen wir ein ähnliches Ziel: tolle Beispiele sammeln, die inspirieren, zum Austausch ermuntern oder einen Überlick geben sollen. In diesem Jahr sind wir aufeinander aufmerksam geworden und nach einigen Treffen wurde sehr schnell klar, dass unsere beiden Projekte, aber auch allgemeinen Ziele und Intentionen sich so überschneiden, dass es an der Zeit für eine Zusammenarbeit war. Nun befinden wir uns in einer frühen Phase von etwas, das ich für einen langfristigen und fruchtbaren Austausch halte. Ein großer Dank dafür geht an das Team des Nominet Trust und vor allem an den Projektleiter und Datenbank-Zauberer Ed Anderton, für eine kollaberative und offene Zusammenarbeit.

Ein Vergleich zwischen dem Trendreport und dem Social Tech Guide

Wir begannen unsere Zusammenarbeit damit, unsere Datenbanken miteinander zu vergleichen. Dabei haben wir überraschenderweise festgestellt, dass wir nur wenige Überschneidungen in unseren Projektlisten gibt. Dafür kann es zwei Gründe geben: Erstens kann es bedeuten, dass wir verschiedene Kriterien und Foki haben. Das stimmt bis zum einen gewissen Ausmaß, da es gewiss einige Projekte im Social Tech Guide gibt, die wir mit Absicht nicht aufgenommen haben. Beispielsweise Bitcoin, das zwar ein großes Potential für den sozialen Sektor hat, im Internet aber auch fragwürdigen Nutzen findet. Ich glaube, dass wir eher versuchen würden, ein  Projekt herauszustellen, das sich für verbesserte internationale Geldüberweisungen via Bitcoin einsetzt. Ähnliche Betrachtungen ergeben sich auch bei Tor, einer Technologie, die Lösungen ermöglicht – wir beschränken uns eher auf Technologie, die bereits eine Lösung darstellen. Zugegeben, ontologisch ist dies eine eher unklare Linie, und ich behaupte auch nicht, dass eine Methode besser als die andere ist – es handelt sich lediglich um verschiedenen Arten der Fragestellung.

Worin sich der Trendreport außerdem unterscheidet, ist der engere Fokus auf den effektiven Nutzen digitaler Technologien für Kampagnen und Fundraising. Darüberhinaus scheint es eine geographische Eingrenzung zu geben: der Social Tech Guide listet sehr vor allem Projekte aus Großbritannien und den USA, während wir sehr viel mehr Innovation aus Entwicklungsländern vorstellen (vor allem dank unserer Projektreise Lab around the World).

Im Zusammenhang mit der geographischen Einschränkung und dem klaren Fokus auf soziale Unternehmen scheint es – wenn man sich die Liste des NT100 anschaut – als wenn hier vor allem Projekte stehen, die ein hohes Wachstumspotential aufweisen. So wirkt es jedenfalls auf mich. Wir arbeiten noch immer an einem systematischen Vergleich – diese Woche haben wir im Lab diskutiert, wie wir in Zukunft Projekte in unserer Datenbank taggen und kategorisieren wollen. Daraus soll sich dann auch eine gründlichere Analyse ableiten lassen.

Die wichtigste Lektion

Die Unterschiede sind trotz allem eher gering. Beim Vergleichen unserer jeweiligen Projektlisten fällt vor allem auf, wie sich unsere Ideen, mit dem  wonach wir schauen, überschneiden – ein Großteil der Beispiele aus dem NT100 wären auch bei uns gut aufgehoben oder vice versa. Und dennoch, unsere Datenbank aus 611 Projekten und die des Social Tech Guide aus 700 hatten insgesamt nur 74 Übereinstimmungen (und davon haben viele Eingang in den NT100 gefunden, was auf eine sehr ähnliche Haltung bezüglich der Qualität der Projekte schließen lässt).

Abgesehen also davon, dass wir ein neues Licht auf wichtige Fragen bezüglich Definitionen und Kategorien geworfen haben, ist die wichtigste Lektion aus diesem Vergleich eher ernüchternd:  Wenn jeder von uns so viele Beispiele gefunden hat, die dem anderen nicht aufgefallen sind, kann dies nur bedeuten, dass die Gesamtheit sehr viel größer als angenommen ist. Diesen Gedanken im Hinterkopf ist eine Zusammenarbeit zwischen dem betterplace lab und der Nominet Trust Fundation umso wichtiger. Wir freuen uns jedenfalls auf mehr.

Ben Mason

Online-Helden: Von den Gewinnern lernen

28.11.2014 | Author: Kathleen Ziemann | 0  Kommentare

Social Media Kampagnen sind aufwendig und teuer. So oder ähnlich denken viele NGO. Die Hilfsorganisation l'appel hat mit viel Engagement, aber wenig Geld eine tolle Kampagne auf die Beine gestellt und so mehr als 500 Spender mobilisiert! Diese  tolle Leistung hat die Jury des Online-Helden-Awards so überzeugt, dass die Kampagne #meinappell  Gesamtsieger im Online-Helden-Wettbewerb wurde. Was haben die Helden gemacht, dass diese Kampagne nun so gut funktionierte?

Der Medienmix macht's: l'appel ist auf allen wichtigen Social Media Kanälen mit der Kampagne unterwegs gewesen. Zum Beispiel auf Facebook, YouTube und Twitter. Das heißt nicht, dass auf jedem Kanal die gleichen Texte oder Bilder gepostet wurden – das wird dann ja schnell langweilig. Die Kampagnenmacher haben bei jedem Medium darauf geachtet, den optimalen Inhalt zu verwenden. So wurde auf Facebook vor allem mit Kampagnenbilder gearbeitet. Auf Twitter mit kurzen knackigen Zitaten. Newsletter kündigten die Kampagne an und beschrieben deren Ziel. Und wichtig: Die eigene Website wurde nicht vergessen, sondern war auch deutlich mit der Kampagne gebrandet.

Kampagnen-Branding: #Hashtag überall
Eigentlich denkt man bei Hashtags ja vor allem an twitter. Aber l'appel hat das Hashtag konsequent an allen Stellen verwendet. So wurde es zum Wiedererkennungszeichen der Kampagne – unabhängig vom Kanal

Offline nicht vergessen!
Schlau: Die Kampagnenmacher haben nicht vergessen Offline-Medien einzubeziehen. So verteilten die Mitmacher zum Beispiel Flyer, hingen Poster an Infowänden aus und traten sogar im Fernsehen auf.

Die Community mobilisieren – zum Beispiel mit WhatsApp
Diese geballte multimediale Präsenz war vor allem möglich, weil es l'appel gelungen ist, ganz viele Unterstützer zur Verbreitung der Kampagne zu mobilisieren. Für schnelle und direkte Absprachen mit ihren Unterstützern haben sie zum Beispiel WhatsApp benutzt – das haben wir vorher von noch keiner Kampagne gehört, finden aber, dass das eine ziemlich gute Idee ist. Denn durch diesen direkten Draht zur eigenen Community war die Kampagne eben besonders erfolgreich.

Visuell sein: Mit Infografiken arbeiten
L'appel ist es gelungen für diese kleine Kampagne eine eigene Bildsprache zu entwickeln. Und zwar lediglich dadurch, dass Schrifttyp, Schriftfarbe und Logo immer gleich verwendet wurden. So kamen die Kampagnenbilder viel professioneller rüber. Ohne dafür großen Aufwand betreiben zu müssen.

Für eine übersichtliche Darstellung ihres Kampagnenziels haben die Online-Helden auch noch eine Infografik umgesetzt. Dafür muss man nicht unbedingt Grafiker sein. Es gibt viele Online-Tools, mit denen man schnell und einfach Informationen visuell umsetzen kann (hier eine Zusammenstellung).

Kathleen Ziemann

Unsere Weblieblinge

28.11.2014 | Author: Franziska Kreische | 0  Kommentare

Weblieblinge

Social Media: Beth Kanter erklärt dir, wieviele und welche sozialen Kanäle deine Non-Profit Organisation am besten nutzen sollte.

Du und Dein Schatten: Verfolge hier, welche Spuren Du im Netz hinterlässt.

Entwicklungshilfe: Organisationen fordern globales Recht auf Gesundheit, um Katastrophen wie Ebola zukünftig zu verhindern.

Studie I: In diesem Modell wird erklärt, wie durch  die Kraft von Social Media der soziale Sektor gestärkt und an neue Herausforderungen angepasst werden kann.

Studie II: Das Frauenhofer Institut erklärt die Vorteile von Co-Working Spaces – für Freischaffende, Gründer und Unternehmen.

Studie III: Schon mal von Digital Humanitarians gehört? In diesem Buch erfährt Du, woher sie kommen und was ihre Mission ist.

Digital-sozial: Hier findest Du eine Übersicht digitaler Innovationen, die Menschenrechtsaktivisten bei ihrer Arbeit helfen.

Online Fundraising: Ein neuer Versuch, ein globales NGO-Verzeichnis online zu bringen. Sieht schon mal ganz schick aus.

Digitales Erbe: #machtsgut erklärt Dir, was Du über deinen Nachlass im Netz wissen musst.

Mobile Agriculture: Wie kreative mobile Lösungen das Leben und Arbeiten von einer halben Millionen Kleinbauern in Ostafrika verbessern sollen.

Idee für eine App?: Wer sich nicht wie Google oder Facebook ein riesiges Expertenteam leisten kann, dem hilft die Open Source Plattform Meteor bei der Entwicklung einer eigenen App.

Film: Dieses Crowdfunding-Projekt räumt mit Klischees auf und zeigt ein modernes Afrika, voller Ideen für neue Technologien und digitale Lösungen.

App in Space: Du wolltest schon immer mal Kontakt ins All aufnehmen? Diese App macht's möglich!

Diskussion: Wir fruchtbar ist der digitale Boden in Deutschland nun eigentlich? Ein Blick von außen.

Franziska Kreische

Innovationsreport: Wie Kommunikationstechnologien Leben verbessern

25.11.2014 | Author: Franziska Kreische | 0  Kommentare

Lernvideos per Mini-Beamer, Sprachnachrichten über Themen wie Fischfutter oder Bananenpreise, Versicherungen gegen Wetterschäden – die Anwendungsmöglichkeiten von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in der Landwirtschaft sind vielfältig. In unserem Innovationsreport "Wie Kommunikationstechnologien Leben verbessern” stellen das betterplace lab und die Bill & Melinda Gates Foundation einige dieser Beispiele vor.

Weltweit haben 842 Millionen Menschen nicht genug zu essen. Mit den wachsenden Bevölkerungszahlen verschärft sich das Problem der Nahrungsmittelknappheit. Die Landwirtschaft nimmt deshalb eine Schlüsselstellung ein: Die Entwicklung eines Landes ist eng verknüpft mit der Produktivität und Effizienz des Agrarsektors. In Entwicklungsländern arbeiten zum Beispiel bis zu drei Viertel der Bevölkerung in diesem Sektor. Wie können digitale Technologien dazu beitragen, dass die Landwirtschaft weltweit mehr Erträge hervor bringt?

Im Rahmen der Forschungsreise “lab around the world” hat das betterplace lab 2014 u.a. in Ghana, Tansania und Indien nach Anwendungsbeispielen für IKT in der Landwirtschaft gesucht und Interviews mit Erfindern, Anwendern und Investoren geführt. Im Zentrum dieses Innovationsreports stehen die Chancen und Risiken ausgewählter Anwendungen mit Blick auf die Herausforderungen in den entsprechenden länderspezifischen Kontexten. Für eine bessere Einordnung wurden die Fallbeispiele nach  Anwendungsmöglichkeiten gegliedert: Anbauwissen, Martkwissen und Mikrofinanzierung. Hier dazu eine kurze Zusammenfassung:

Anbauwissen – Mit Wissen Bauern empowern

Der  Zugang zu Wissen über die richtigen Anbautechniken oder Methoden für die Viehzucht und Ernte ist der Schlüssel zur Steigerung der Produktivität und Qualität in der Landwirtschaft. Erfolgreiche Beispiele aus Indien und Ghana zeigen das: Die indische Non-Profit Organisation Digital Green beipielsweise berät Kleinbauern mithilfe technischer Mittel wie Videos, Projektoren und einer Analyse-Software und hat auf diese Weise bereits Kleinbauern in 470.000 indischen Dörfern erreicht. IKT erleichtern hier nicht nur den Zugang zu Wissen in unzugängliche Regionen – die multimedialen Angebote erreichen auch Analphabeten und sie ermöglichen  Wissentransfer zwischen den Bauern.

Marktwissen – Wie IKT Bauern zu besseren Preisen verhelfen

Kleinbauern sind für den Verkauf ihrer Waren oft abhängig von Zwischenhändlern und müssen sich ohne das Wissen über den tatsächlichen Marktpreis auf deren Forderungen einlassen. Das führt zu Einkommensverlusten für sie und unbegründeten Preisspannen zwischen Produkten gleicher Art auf verschiedenen Märkten. In allen drei Ländern existieren inzwischen erfolgreiche Beispiele von IKT, die Bauern Zugang zu Marktinformationen und damit die Chance auf ein besseres Einkommen ermöglichen. Der Agrar-Informationsservice ESOKO in Ghana hat ein eigenes Netzwerk von Scouts, die Martkpreise sammeln und per SMS Kleinbauern zur Verfügung stellen. Neben der Preistransparenz helfen IKT in diesem Bereich den Bauern auch dabei, strategische Entscheidungen für den Anbau zu treffen, um besser wirtschaften zu können.

Mikrofinanzierung – Warum Bauern auch Banker sind

Der fehlende Zugang zu Finanzdienstleistungen insbesondere in ländlichen Regionen stellt für Kleinbauern mit einem geringen Einkommen bisher ein großes Problem dar. Sie können weder notwendige Investionen tätigen, noch sich finanziell gegen wetterbedingt schlechte Ernten oder Preisschwankungen auf dem Markt absichern. Insbesondere in diesem Anwendungsbereich wurden zahlreiche IKT entwickelt, die Bauern den Zugang zu Finanzgeschäften erleichtern sollen. Das Beispiel First Access aus Tansania prüft mithilfe eines Algorhitmus in sekundenschnelle die Kreditwürdigkeit des Bewerbers – langwierige Solvenzprüfungen fallen weg. Die App schlägt auch vor, wieviel Geld dem Kreditnehmer gestattet wird, über den Mobile-Payment Dienst m-Pesa gibt es den Kredit für neues Saatgut direkt aufs Handy.

Ausblick

Die vielversprechenden Anwendungsbeispiele aus den drei Ländern zeigen, dass digitale Technologien in der Landwirtschaft viel bewirken können. Investitionen in IKT und eine stabile Landwirtschaft sind daher essentiel – sie können den wirtschaftlichen Fortschritt in sich entwickelnden Ländern wie Ghana, Tansania und Indien vorantreiben.

Franziska Kreische

Spendenrat erwartet Rekordjahr für 2014

20.11.2014 | Author: Angela Ullrich | 0  Kommentare

Der Deutsche Spendenrat hat uns mit seinen neusten Trends und Prognosen zum Spendenjahr 2014 mal wieder ein paar Zahlen-Häppchen hingeworfen, die wir hier gern mit Euch teilen wollen. Sie sind vielversprechend für den deutschen Spendenmarkt.

Bezogen auf die Monate Januar bis August haben die Spenden in diesem Jahr annähernd das Niveau des durch die vielen Tsunami-Spenden geprägten Jahres 2005 erreicht. Zudem wurde sogar mehr gespendet als im Vorjahr, wo es durch die Flut in Deutschland einen Sondereffekt bei den Spenden gab. Damit könnte 2014 ein neues Spenden-Superjahr für die Deutschen werden.

Weniger Personen haben mehr gespendet

Auf den ersten Blick zeigen die Zahlen eine enttäuschende Entwicklung bei den Spendern. Nur noch 16,2 Mio. Personen haben in den ersten acht Monaten diesen Jahres gespendet, was einer Spendenbeteiligung von mageren 24 % an der Bevölkerung entspricht und einen deutlichen Rückgang gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum darstellt. Hier befinden wir uns jetzt wieder auf dem Niveau von 2012.

Die gute Nachricht ist aber, dass die Höhe der Spenden deutlich gestiegen ist und damit der Rückgang bei der Anzahl der Spender überkompensiert werden konnte. Insgesamt zeigt sich also eine Zunahme des Spendenvolumens, die in erster Linie auf dem Anstieg der durchschnittlichen Spende von 30 Euro auf 34 Euro basiert. Gleichzeitig bleibt die Spendenhäufigkeit mit etwa 5 Spenden pro Person auf gleichem Niveau.

Die Spender werden jünger und vor allem durch Freunde motiviert

Möglicherweise findet gerade eine Verschiebung hin zu jüngeren Spendern statt. So hat die Altersgruppe der 40- bis 69jährigen in diesem Jahr erstmalig einen Anteil von 42% am Spendenvolumen, während es in der Vergangenheit (seit 2007) immer nur gut 30% waren. Diese 10-Prozent-Zunahme geht komplett zu Lasten der über 70jährigen, die nun „nur“ noch 49% (zuvor waren es 59%) der Spenden leisten. In der Altersgruppe der bis 39jährigen bleibt der Anteil an den Spenden mit 10% konstant niedrig.

Interessant ist, dass die Spenden vor allem durch Freunde veranlasst wurden. Mehr als dreimal so viele Spendeneuros wie im Vorjahr wurden speziell in der Altersgruppe der 40- bis 69jährigen durch Freunde oder Bekannte angestoßen. Eine zweite wichtige Rolle spielten hier Medien wie TV, Rundfunk oder Printmedien. Der persönlich adressierte Werbebrief wird immer weniger beachtet. Im Jahr 2006 konnten noch 37% aller Spenden über solche Briefe initiiert werden, derzeit erzielen sie nur noch knapp 18% des Volumens.

Die Bedeutung des Internets nimmt weiter zu

Auch wenn gemäß Angabe der befragten Personen das Internet mit 1,3% nur in geringem Umfang Spenden direkt initiiert hat, wird die Bedeutung des Internets für den Spendenanstoß vom Spendenrat explizit betont: „Hier könnten auch Initiativen wie die Ice-Bucket-Challenge oder soziale Netzwerke wesentlich zur Erhöhung der Spendenbereitschaft beigetragen haben“, meint Daniela Felser, Geschäftsführerin des Deutschen Spendenrats e.V..

Mittlerweile liegt die Internetpräsenz bei den Spendern insgesamt bei 63%. Ohne die über 70jährigen, die nur zu 26% online sind, klettert der Anteil auf etwa 80%. Rund zwei Drittel der diesjährigen Geldspenden stammen von regelmäßigen Internetnutzern. Die Vermutung liegt nahe, dass viele von ihnen das Internet auch im Zusammenhang mit ihrer Spendenentscheidung und –abwicklung nutzen.

Gespendet wird weniger für Krisen und verstärkt an kleine Nonprofits

Durchweg wurde für alle Spendenzwecke mehr gespendet als im Vorjahr. Besonders starke Zuwächse gab es jedoch in den eher kleinen Bereichen Sport (+56%), Umwelt (+18%) sowie bei der Kultur und Denkmalpflege (+13%). Ein Blick auf die humanitäre Hilfe zeigt, dass die Konflikte in der Ukraine oder im nahen Osten sowie die Ebola-Epidemie bislang eine deutlich geringere Unterstützung erfahren haben als die Flut in Deutschland im vergangenen Jahr. Einen großen Sprung bei den Spendeneinnahmen sieht man hingegen für die Hilfe bei Krankheit und Behinderung. In diesem Themenbereich hat sich der Anteil an den gesamten Spenden auf knapp 13% mehr als verdoppelt, insbesondere getragen durch die 40-59jährigen Spender.

Der Trend, dass zunehmend an kleine, nicht konfessionelle Organisationen gespendet wird, hat sich weiter fortgesetzt. Mittlerweile streichen die katholischen und evangelischen Organisationen zusammen „nur“ noch gut ein Viertel der Spendeneinnahmen ein, vor zwei Jahren betrug ihr Anteil noch 32%. Auch die TOP 20 nicht-konfessionellen Nonprofits müssen einen Bedeutungsverlust hinnehmen und erhalten nunmehr noch rund 20% des Spendenkuchens und damit 4% weniger als im Jahr 2012. Mehr als die Hälfte des Spendenvolumens (gut 53%) fließt somit an hunderttausenden oft sehr lokal agierende Initiativen und Organisationen, die in ihrer Vielfalt den deutschen Nonprofit Sektor ausmachen.

Gerade für kleine Organisationen sind Spenderinformationen wichtig

Mehr Daten und Informationen rund um die Demographie und Motivation von Spendern wären extrem hilfreich, damit die oft nur mit wenigen Ressourcen arbeitenden kleinen und kleinsten Nonprofit-Inititativen für ihr Engagement besser Unterstützung finden können. Leider muss die deutsche Zivilgesellschaft hier immer noch mit sehr wenig konkreten Zahlen auskommen. Neidisch schaut man in andere Länder, wo ein sehr dezidiertes Reporting über den Nonprofit Sektor schon seit Jahren stattfindet und gerade den kleinen Nonprofits hilft, sich zu vergleichen und vor allem sich zu verbessern.

So bietet beispielsweise der von Blackbaud veröffentlichte Luminate Online Benchmark Report seit acht Jahren für die britischen Nonprofit Organisationen jede Menge Einblick in die Entwicklung des heimischen Online-Engagements. Solche Berichte können als Benchmark dienen und tragen dazu bei, dass Organisationen die eigene Leistung besser einschätzen können und anschließend Strategien entwickeln, um diese zu verbessern. Tatsächlich zeigt der Report, dass vor allem für die kleinen Organisationen hier ein großes Potential liegt. So ist beispielsweise die jährliche Spende, die pro Emailempfänger generiert wird, bei den kleinen Nonprofits mittlerweile etwa15 mal höher als bei großen Organisationen mit über 1 Mio.Pfund Spendeneinnahmen.

Angela Ullrich

Lohnt sich der Aufwand? Das betterplace labtogether 2014

09.11.2014 | Author: Joana Breidenbach | 0  Kommentare

Als Veranstalter einer Konferenz gibt es immer wieder Momente, in denen man sich im Vorfeld fragt: „Lohnt sich dieser Aufwand wirklich für ein paar Stunden Inspiration und Diskussion?“ – insbesondere, wenn man sich gerade die xte Location angesehen hat, ein Wunschspeaker absagt oder die potentiellen Sponsoren partout nicht zu erreichen sind. Gestern Abend, als die letzten Gästen des betterplace labtogether noch mit Weinschorle und Bier den Tag ausklingen ließen, lautete unser Fazit dann aber doch: Ja, der Aufwand lohnt sich!

Zum dritten Mal kamen wir zum betterplace labtogether zusammen. Diesmal in der Factory Berlin, dem neuen Berliner Tech-Hub, in dem seit kurzem Firmen wie SoundCloud, die Wunderkinder und Twitter beheimatet sind. Über 170 Gäste aus kleinen und großen sozialen Organisationen und Stiftungen, ebenso wie Vertreter von Politik und Wirtschaft kamen zusammen, um über die neuesten Entwicklungen an der Schnittstelle zwischen digitalen Medien und Gemeinwohl zu diskutieren.

Gutes tun mit Datenkraken?

Das erste Panel mit „Digital Champion“ Gesche Joost, Fieke Jansen von Tactical Tech und Ben Scott (snv), moderiert von meinem betterplace-Mitgesellschafter Stephan Schwahlen, bot einen guten Einstieg in die gegenwärtige Debatte rund um Datensicherheit und Digitalisierung. Unsere Frage war: Wie können sozial engagierte Menschen digitale Plattformen und Tools für ihre Arbeit nutzen, wenn diese oft fragwürdige Datenpraktiken verfolgen, die dem Gemeinwohl potentiell schaden können?

Stephan Schwahlen auf der Bühne mit Gesche Joost, Fieke Jansen und Ben Scott.



Die Debatte in Deutschland, so Gesche Joost, vermengt inzwischen viele verschiedene Themen miteinander - von Geheimdienst-Spitzelei bis der Datennutzung großer Social Media Plattformen - und erschwert dadurch eine differenzierte öffentliche Auseinandersetzung. Zudem würden auf EU-Ebene längst nicht alle Mitgliedstaaten die „deutsche Angst“ vor Unternehmen wie amazon, google und facebook teilen. 

Die deutsche Position ist laut Ben Scott auch ziemlich scheinheilig, denn bei aller Kritik haben die Internetgiganten hierzulande einen höheren Marktanteil als zum Beispiel in den USA. Fieke Jansen wies auf die besondere Verantwortung hin, die NGOs in diesem Bereich zukommt, operieren sie doch oft mit den Daten besonders schutzbedürftiger Bevölkerungsgruppen. Dabei müsse man nicht immer hochkomplexe und im Zweifel vergleichsweise Nutzerunfreundliche Technologien verwenden. Viel sei schon gewonnen, wenn mehr Menschen dazu übergehen würden, weniger einfach zu knackende Passwörter als „12345“ zu verwenden.

Wem an einer differenzierteren Debatte rund ums Thema Privatsphäre und Datennutzung gelegen sei, sollte, so Ben Scotts Empfehlung, einer der in diesem Bereich tätigen zivilgesellschaftlichen Organisationen wie Tactical Tech oder Digitale Gesellschaft beitreten und diese durch Spenden stärken. Im Vergleich zu ihren Pendants in den USA sind diese Institutionen in Deutschland nämlich noch sehr kleine Pflänzchen, die es schwer haben, politisch Gehör zu finden.

With a little help from my friends

In der nächsten Session bot Björn Lampe, Leiter des betterplace Projekte und Organisationen-Teams (und seit 1992 im Netz aktiv!) einen Überblick über die verschiedenen Arten der Crowdfinanzierung: Crowdfunding, Online-Spenden und Crowdinvesting. Wie letzteres funktioniert, berichtete Oliver Beste mit seinem offenen Blick hinter die Kulissen seiner erfolgreichen Investitionsaktion auf Seedmatch für das Bildungsunternehmen Tollabox.

Johanna Hartung erzählte im Anschluss wie sie eine Spendenaktion auf betterplace für ein Ebolaprojekt in Westafrika zum Erfolg gebracht hat. Beide waren sich einig, dass die gezielte und glaubwürdige Ansprache des eigenen Netzwerks in den ersten Stunden der Fundraising-Kampagne maßgeblich zu deren Gelingen beigetragen hat.

Superhelden unter den NGOs

Für die Siegerehrung der Online Helden kamen Christian Kraus von betterplace und Gabriele Hartmann von SAP auf die Bühne. Sie ehrten die Gewinner des 2. und 3. Preises – German Doctors, Kham Nomadenhilfe und Masifunde – mit Laptops, Tablets und 500 EURO. Der erste Platz wiederum ging an L’Appel, eine junge NGO, die in allen Kategorien (Online Fundraising, Social Media und Digitales Geschichtenerzählen) die Jury am meisten überzeugt hatte.

Das Team von L'Appel mit Christian von betterplace (links) bei der Preisverleihung



Produktiv Scheitern fängt in der Chefetage an

Beim Panel Produktiv Scheitern befragte Susanna Krüger Nele Kapretz vom Impact Hub, Bidjan Nashat von Save the Children und mich nach unserem Umgang mit Fehlern. Auch wenn mittlerweile viele Stimmen einen ehrlicheren und offensiveren Umgang mit Fehlern im sozialen Sektor fordern – so gibt es neben Websites wie Admitting Failure schon Beratungsunternehmen, die auf dem Umgang mit produktivem Scheitern spezialisiert sind – klaffen Theorie und Praxis doch oft auseinander. Gerade wenn institutionelle Geldgeber im Spiel sind, erscheint es NGOs meist zu riskant, ihre Projekte als gescheitert zu erklären, fürchtet man doch, die nächste Förderung könnte gestrichen werden.

Das Panel zeigte aber auch, wie viel Kraft durch einen bewußten Umgang mit Fehlern in Teams freigesetzt werden kann. Dies ist jedoch nur in solchen Arbeitsumfeldern möglich, in denen die Führungspersonen dies vorleben und genug Vertrauen herrscht, um Fehler voreinander einzugestehen.

Digitale Innovationen für Krisensituationen

In der Session Digitale Nothilfe präsentierte Ben Mason unseren 32. Trend gleichen Namens. Christine Obermüller stellte U25 vor, ein Caritas-Projekt, bei dem suizidgefährdete Jugendliche von Alternsgenossen online beraten werden. Spannend war auch die Geschichte des Panic Buttons für Amnesty International. Die ursprüngliche Idee, so Jun Masushita von iilabs, entstand während einer Open Ideo Challenge und wurde innerhalb der nächsten drei Jahre iterativ weiterentwickelt – mit Programmierern und Sicherheitsexperten, vor allem aber mit den intendierten Endnutzern, Menschenrechtsaktivisten in repressiven Staaten wie Syrien oder Sudan.

Die Konferenz endete mit einem Bericht von Moritz über unsere Forschungsreise, das Lab Around The World. Und dann hieß es: Speis und Trank Together!

Leckere Kuchenschiffchen von unserer Caterin Granzyna Bukowa



Neben den vielen inspirierenden Beiträgen und positiven Rückmeldungen der Teilnehmer waren es aber vor allem die vielen Begegnungen zwischen unterschiedlichen Menschen aus Unternehmen, Stiftungen, NGOs und Ministerien, (und die vielen betterplace Alumnis!) die für mich den Charme des Tages ausgemacht haben. Und die mich veranlassen zu sagen: Ich fänd's toll, wenn wir auch 2015 ein labtogether organisieren.

P.S. Das ist allerdings für mich auch einfach zu sagen, denn ich hatte mit der Vorbereitung und Durchführung nur wenig zu tun. Der größte Dank an dieser Stelle gehört Medje, die das labtogether von A-Z konzipiert und verwirklicht hat (und von Franziska dabei tatkräftig unterstützt wurde).

Im Laufe der nächsten Woche könnt ihr alle Videos der Talks - Dank unserem Sponsor Youtube - auf der labtogether Website finden. Die Konferenz wurde ermöglicht durch die Unterstützung unserer tollen Partner und Sponsoren, nämlich: Capgemini Deutschland, RoeverBroennerSusat, SAP SE, Wall AG, satis&fy und Party Rent Berlin. Außerdem einen großen Dank an unsere Medienpartner – WIRED Deutschland, das Fundraiser Magazin, Reset.org und The Hundert – und unsere Getränkepartner: LemonAid, THE BARN und Green Cup Coffee.

Joana Breidenbach

Da sind sie wieder! Die Weblieblinge

30.10.2014 | Author: Franziska Kreische | 0  Kommentare

Online-Fundraising Studie: Der neue Luminate Online Benchmark Report ist raus! Hier geht's zum kostenlosen Download.

Social Media Kampagne: Was landet eigentlich täglich auf den Tellern dieser Welt? #mealforshare zeigt Dir Bilder und wie Du sinnvoll helfen kannst.

Gesundheit und ICT: Wie Kommunikationstechnologien Medikamente managen, Impfkampagnen verbessern und Leben retten, beschreiben wir in diesem Innovationsreport.

Jugendengagement: Die Millennials schon wieder. Angeblich eine Generation an sozial eingestellten Menschen. Wie können NGOs sie gewinnen?

Noch mehr Jugendengagement: Freiwilligendienst in Deutschland als Marke aufbauen? Warum das keine schlechte Idee ist und Helfen ganz nebenbei klug macht.

Diskussion: In Nigeria funktioniert der Personalausweis jetzt auch als Führerschein, Kreditkarte und Krankenkarte. Das erscheint praktisch, sollte aber kritisch diskutiert werden.

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Farm-Tech: Ein Israeli und ein Chinese wollen mit innovativer Technologie Ernteerträge nachaltiger machen – und die Menschen zurück aufs Land locken. In einem Interview erklären sie, wie das funktionieren soll.

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Infografik: Mehr als die Hälfte aller Social Media-Nutzer spendet regelmäßig für gute Zwecke. Welches soziale Netzwerk überraschenderweise vorn liegt, erfahrt ihr hier.

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Franziska Kreische
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