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lab around the world: Wir sind wieder auf Forschungsreise

03.03.2015 | Author: Kathleen Ziemann | 0  Kommentare

Innovationen gibt es überall auf der Welt, denn dort wo es wenig Geld, aber viele Probleme gibt, ist der Erfindungsreichtum oft umso größer. Und weil uns diese Innovationen ganz besonders interessieren, aber nicht leicht zu finden sind, fahren wir einfach hin! Wir nennen das dann lab around the world. Vor Ort sprechen wir mit den Menschen, die diese guten digital-sozialen Ideen auf den Weg gebracht haben. Im vergangenen Jahr haben wir mehr als 120 Beispiele aus fünfzehn Ländern mitgebracht. Dieses Jahr werden wir sieben Länder besuchen. Die Huffington Post begleitet uns als Medienpartner virtuell auf dieser Reise. Diese Artikel sind bereits erschienen:

Digitale Nothilfe
Syrische Flüchtlinge in der Türkei: Digitale Technologien geben etwas Würde zurück

Moritz hat in Istanbul die Hilfsorganisation Support to Life besucht. Mit Hilfe von Tablets und Fragebögen versucht die Organisation syrischen Flüchtlingen so schnell und sinnvoll wie möglich zu helfen.

mAgri
Neue Bauernregel: Je besser das Smartphone, desto dicker die Kartoffeln
Tülin Akin, die Erfinderin des Informationsdienstes Tarimsal Pazarlama für türkische Bauern erzählt ihre Erfolgsstory: Heute erreicht Tarimsal Pazarlama mehrere Millionen Bauern in der ganzen Türkei. Davon 1,4 Millionen regelmäßig per SMS. Während der Erntezeit tummeln sich bis zu 30.000 Bauern am Tag auf der Website.

Social Entrepreneurs
Smartphones und Social Startups: 4 Dinge, die mich in der Türkei überrascht haben
Die Türkei ist digitaler, als Du denkst. In seinem ersten Artikel aus der Türkei berichtet Moritz von Handyausrüstungen, digitalem Protest und Sozialen Unternehmern im Schneegestöber.

Länderporträt
Arabischer Frühling Revisited
Wie hat der Arabische Frühling die digitale Szene in Ägypten verändert? Joana hat sich einen ersten Überblick verschafft und bloggt über Inkubatoren und Crowdfunding in Kairo.

Länderporträt
Twitternde Mönche: Thailands digitale Wende
Ab Mitte April wird Kathleen in Thailand digital-soziale Innovationen erforschen. Die Voraussetzungen dafür sind gut. In Thailand hat nämlich inzwischen jeder ein Handy. Vom Mönch bis zum Schulkind. Aber protestieren sie damit auch?

Länderporträt
Armut und Spitzentechnologie in Südafrika
Was passiert eigentlich, wenn in einem Land große Armut und starke digitale Technologien aufeinander treffen? Franziska hat sich auf ihre Forschungsreise nach Südafrika in diesem Artikel vorbereitet.

Länderporträt
Japaner sind höfliche Revoluzzer
In wenigen Wochen wird Dennis die Zivilgesellschaft in Japan erforschen. In seinem ersten Artikel beschreibt er, wie sich die Gesellschaft seit Fukushima verändert hat und ziviler Protest an Fahrt aufnimmt.

Du hast Fragen oder Ideen zu unserer Forschungsreise? Dann schreib uns doch einfach. Wir freuen uns auf Tipps in unseren jeweiligen Forschungsländern. Und übrigens: Auch Forschungspartnerorganisationen suchen wir noch.

Kathleen Ziemann

Das Jahr 2014 im betterplace lab. Die Zahlen und die Lehren, die wir daraus ziehen.

26.02.2015 | Author: Kathleen Ziemann | 0  Kommentare

Nachdem wir schon einen filmischen Rückblick auf das Jahr 2014 veröffentlicht haben, kommt hier nun unser Rückblick auf unsere Online-Erfolge. Was wir aus der Analyse von Followern, Unique Viewes und Video-Klicks lernen.

Damit sind wir zufrieden: Unsere Webseite hat mit 50.500 Lesern eine fast  100%-Landung unseres Jahresziels hingelegt. Beliebtester Blogpost ist übrigens Dennis' Kritik am Fairphone. Auch im langfristigen Vergleich zeigt sich, dass unser Blog immer mehr Leser gewinnt. Weiter so! Damit das auch klappt wollen wir in Zukunft mehr Zeit in kritische und spannende Blogthemen investieren.

Der Trendreport schwächelt

Der beliebteste Trend aus dem Jahr 2014 ist "Shareconomy" - von 1.158 Lesern wurde der Trend online aufgerufen. Scheinbar haben wir mit diesem Thema einen Nerv getroffen. Insgesamt ist unsere Trendreport-Seite aber weniger gewachsen, als wir uns das gewünscht haben. Im gesamten Jahr wurde der Trendreport von etwas mehr als 17.000 Menschen gelesen. Das ärgert uns, denn der Trendreport ist ja das Herzstück unserer Arbeit im lab. Dieses Jahr wollen wir deshalb den Trendreport lesbarer und anwendungsorientierter gestalten. Mit einer verbesserten Case-Datenbank und einem neuen Format: Den Analysen.

Überraschungshit NGO-Leitfaden

Vollkommen überrascht hat uns der NGO Leitfaden. Mit mehr als 23.000 Nutzern, ist die Seite beliebter als der Trendreport. Und auch bei Slideshare räumt der Leitfaden ab - nämlich mit mehr als 25.000 Views. Es gibt einfach noch so viele NGOs da draußen, die sich mit grundlegenden Fragen zu digitalen Themen beschäftigen. In Zukunft können sie sich auch mit Video-Tutorials der Online-Helden schulen.

Social Media: Facebook eher nicht unser Kanal

Eigentlich hatten wir uns mehr vorgenommen. Zwar wächst die Anzahl unserer Facebook-Freunde recht konstant (im Schnitt 36 Freunde pro Monat) doch mit Interaktionen und Reichweite sind wir nicht zufrieden. Damit der Facebook-Frust nicht so groß wird, schnell ein Blick auf die Twitter-Zahlen: Mehr als 800 neue Follower haben wir gewonnen. Twitter (@betterplacelab) liegt uns und unseren Inhalten und Themen einfach besser. Zeit, unsere Social Media Strategie anzupassen.

Dennis ist heimlicher YouTube-Star

Hätten wir nicht gedacht: Unser  YouTube Hit, ist ein Video von Dennis - und zwar vom labtogether 2012! Er erzählt darin die Geschichte von seinem Projekt Meine Kleine Farm. Und weil Dennis dieses Video auf seiner Website veröffentlicht hat, ist es im Vergleich viel geklickt (nämlich 275 mal) worden. Müssen wir jetzt mehr Videos mit Dennis machen?

Der 5-Jahres-Vergleich zeigt: Die Reichweite des lab wächst

Insgesamt hatte das Jahr 2014 deutlich mehr digitale Dynamik als das vorangehende Jahr. Besonders unsere Website hat wieder mehr Menschen erreicht. Das finden wir gut, weil es zeigt, dass wir immer wieder neue Leser für digital-soziale Ideen begeistern können.

Vielen Dank an Angela, die mit viel Mühe und Geduld unsere Metriken zusammenstellt!

Kathleen Ziemann

Buchtipp: Die granulare Gesellschaft. Wie Digitalisierung und Daten zu einer immer höheren Auflösung von allem führen, und wie das unser Leben verändert.

10.02.2015 | Author: Dennis Buchmann | 0  Kommentare

Geht es nach dem Autor Christoph Kucklick, sinkt die Lebenserwartung des Durchschnitts rapide. Seine These: Da es immer mehr Datenpunkte über Menschen, die Gesellschaft und alle Aspekte des Lebens gibt, handelt man nicht mehr aufgrund von durchschnittlichen Erfahrungswerten, sondern individuell nach Kontext und Datenlage des jeweiligen Subjektes oder Objektes. Zu abstrakt? Das Beispiel des kleinen Felix verdeutlicht die Auswirkungen im medizinischen Bereich.

Klein Felix hat Diabetes. Die Eltern des Vierjährigen erfassen minütlich mittels Sensoren den Blutzucker, Herzschlag oder Stresslevel. Welch großartige Datengrundlage für eine individuelle und präzise Insulingabe! Doch die Ärzte von Felix sind überfordert und beharren auf einer Behandlung aufgrund von Durchschnittswerten, die sie aus einer Masse von Patienten errechnet haben. Datenperlen vor die Säue.

Die bislang noch grobe Wahrnehmung des Einzelnen wird in Zukunft durch ein hoch aufgelöstes – granulares – Bild ersetzt. Das bedeutet: Unterschiedliches wird auch unterschiedlich behandelt. Und zwar nicht nur in der Medizin.

Kuhklick bringt viele Beispiele, von denen einige zwar nicht neu sind (Obamas Datenwahlkampf, Robotik, Algorithmen, die Experten ablösen). Aber sie dienen als gute Argumente für seine Ableitungen und Thesen, die wichtige Fragen zu unserer digitalen Zukunft aufwerfen. Dass die Digitalisierung weder gut noch böse ist, weiß Kucklick und entsprechend sachlich schreibt er über Chancen und Risiken. Drei „Revolutionen“ bilden das Grundgerüst seines klugen Buches.

  • Die Differenz-Revolution: Durch immer mehr Daten werden auch immer mehr Unterschiede zwischen den Menschen erkennbar. Die Menschen werden „singularisiert“, die Gesellschaft erlebt eine Krise der Gleichheit, die unsere Demokratie verändern wird.
  • Die Intelligenz-Revolution: Intelligente Maschinen und Algorithmen übernehmen immer häufiger Wissensmonopole. Kucklick bringt das Beispiel eines mathematischen Beweises, den ein Computer erbracht hat, der aber so kompliziert und lang ist, das kein Mensch ihn nachrechnen bzw. nachvollziehen kann.
  • Die Kontroll-Revolution: Die Granularisierung führt dazu, dass wir genauer sortiert, bewertet, verglichen und durchschaut werden. Wir werden nicht mehr ausgebeutet, sondern „ausgedeutet“. Fundamentale Fragen nach Gerechtigkeit zu den Prinzipien der Demokratie kommen auf.

Insgesamt ist „Die granulare Gesellschaft“ ein angenehm zu lesendes und inspirierendes Buch des Soziologen Kucklick, das anhand von konkreten Beispielen abstrakte Herausforderungen greifbar macht. Dass beispielsweise die Herausforderungen von selbstfahrenden Autos ans Rechtssystem nur wenige Jahre entfernt sind, sieht man Runden Tisch, den Bundesverkehrsminister Dobrindt nun zusammen gerufen hat. Wer haftet, wenn ein solches Auto einen Unfall verursacht? Der Programmierer des Algorithmus, auf dessen Grundlage das Auto seine Entscheidung gefällt hat? Der Hersteller? Der Besitzer? Leuten, die solche Fragen gefallen, sei „Die granulare Gesellschaft“ empfohlen.

Dennis Buchmann

Die 5 wichtigsten Fakten über Datenschutz und NGOs

09.02.2015 | Author: Franziska Kreische | 0  Kommentare


Bild: CC-BY SA| g4||4is | flickr

Datenanalyse, Datenschutz, Transparenz, Privatsphäre. Wer diese Schlagwörter mal bei google eingibt, findet inzwischen tausende Einträge. Das Themenfeld ist riesig, spannend, kontrovers. Wir haben NGOs hier und im Ausland befragt, wie sie mit den Themen umgehen. Hier sind die 5 wichtigsten Ergebnisse unserer Studie:


  1. In China sind alle unserer Befragten überzeugt, dass ihre Online-Aktivitäten von der Regierung überwacht werden. Gleichzeitig ist wiederum die größte Sorge vieler Regierungsmitarbeiter, dass die Bevölkerung herausfinden könnte, welche Automarke sie fahren.
  2. Brasilianische Datenschutz-Pioniere sind scheinbar nicht Teil der breiteren Zivil-Gesellschaft. Brasilien ist weltweit führend, wenn es um Gesetzgebungen zum Schutz der Online-Privatsphäre seiner Bürger geht. Obwohl dieser Prozess zu einem großen Teil von zivilgesellschaftlichen Gruppen angetrieben wurde, sind die Befragten in unserer Studie unerwartet wenig  informiert und leidenschaftslos.
  3. Religion ist für soziale Projekte in Indien ein brisantes Thema. In unserem Interview fragten wir, welche Art von Daten für unsere Befragten als besonders vertraulich gelten. Dabei stellte sich heraus, dass in Indien, einem Land von ungewöhnlicher religiöser Vielfalt, die religiöse Zugehörigkeit der Projektbegünstigten eine besonders sensible Information darstellt.
  4. 94 Prozent unserer Befragten möchten den Inhalt ihrer Emails geheim halten. Bei anderen Daten waren die Interviewten weniger besorgt. Informationen über die Ergebnisse ihrer Online-Suchen sieht die Hälfte als unkritisch.
  5. Die Befragten verändern ihr Verhalten zwar nicht, haben aber das Gefühl, dass sie es müssten. Datenschutz einen hohen Stellenwert einzuräumen heisst nicht, sein (Online-)Verhalten entsprechend anzupassen. Stattdessen haben wir herausgefunden, dass viele der Befragten sich schuldig fühlen nichts zu tun, aber entweder nicht über die notwendige Zeit oder das Wissen verfügen, daran etwas zu ändern.

Wer noch ein bisschen mehr lesen will, findet hier eine ausführliche Zusammenfassung und den Download der Studie "Privacy, Transparency and Trust in a Digital World".

Und wer sich beim Tippen nicht gern über die Schulter schauen lässt, findet hier vielleicht Inspiration.

Franziska Kreische

Die Crowdfunding Checkliste

29.01.2015 | Author: Kathleen Ziemann | 0  Kommentare

In Deutschland sammeln immer mehr Menschen Geld mit Hilfe der Crowd. Und das Wachstum ist rasant: 2013 wurden in Deutschland 5,3 Millionen Euro per Crowdfunding gesammelt. 2014 waren es schon über sieben Millionen Euro. Seit 2011 kamen insgesamt mehr als 14 Millionen Euro über Crowdfunding zusammen. Doch von allen angemeldeten Crowdfunding-Funding-Projekten erreichen nur etwa 30 Prozent ihr Finanzierungsziel. Wie macht man also eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne?

Auf unserer Pinterest-Pinnwand zum Thema Crowdfinancing haben wir für Dich die interessantesten Infografiken zusammengestellt.

Das Thema: Ja, soziale Projekte und Initiativen sind häufig komplex. Aber mit einer dreiseitigen Projektbeschreibung gewinnt man keine Crowdfunding-Kampagne. Mach's einfach. Folgende Struktur kann Dir dabei helfen:

  • Das Problem: Werde so spezifisch wie möglich! Es könnte ein Problem werden, Geld für Weltfrieden zu sammeln.
  • Die Lösung: Warum löst Du dieses Problem viel besser als alle anderen?
  • Du: Wer bist Du? Warum ist gerade Dir dieses Thema wichtig? Warum hast Du die Kompetenzen dafür?
  • Die Dringlichkeit: Erkläre, warum es wichtig ist, dieses Problem so schnell wie möglich zu lösen.
  • Das Versprechen: Was ist Deine Gegenleistung? Warum lohnt es sich für den Geber, bei Deinem Projekt dabei zu sein?
  • Achte auf die Formulierungen, sie sollten positive Ausblicke geben. Zum Beispiel: "Mit nur 2.000 Euro können wir... "
  • Die Kommunikation: Mach ein Video. Ohne Video geht es nicht. Wer ein Video hat, sammelt im Schnitt doppelt so viel Geld wie eine Kampagne ohne Video. Du bist Dir unsicher, wie Du ein gutes Video machst? Ein paar einfache Tips gibt's hier. Und hier ein Beispielvideo.
  • Wichtig ist auch ein eingängiger Name für Deine Idee. Besser noch, wenn Du sogar ein Logo oder zumindest ein gutes Bild hast.
  • Die Summe. Die besten Erfolge erzielst Du, wenn Du eine eher niedrige Summe ansetzt. Am erfolgreichsten sind Projekte, die nicht mehr als 10.000 Euro sammeln wollen. Weil die meisten Plattformen entweder alles oder nichts auszahlen, solltest Du Deine Ziele niedrig stecken.
  • Die Dauer: Wie lange kannst Du die Aufmerksamkeit an Deinem Thema halten? Mehr als vier Wochen schaffen die meisten nicht.
  • Die Updates: Natürlich musst Du Deine Unterstützer während der Kampagne auf dem Laufenden halten. Feiere erreichte Zwischenstände, bedanke Dich auch mal unterwegs und teile wichtige Neuigkeiten.
  • Habe einen Plan. Damit Deine Kampagne bekannt wird, brauchst Du ein gutes Netzwerk. Das kann man nicht über Nacht bauen. Überlege dir also im Vorhinein auf welchen Kanälen Du die meisten Menschen erreichen kannst. Das kann von klassischer Pressearbeit bis hin zur Twitter-Kampagnen alles sein. Deshalb sind vor allem Projekte von jungen Medienmenschen besonders erfolgreich im Crowdfunding. Die wissen einfach, wie man viral wird. Die Online-Helden haben zum Beispiel alles richtig gemacht.
  • Sammle Deine Kontakte. Überlege Dir, wie Du gutes Kontaktmanagement machst. So kannst Du auch bei Deiner nächsten Kampagne gleich richtig gut loslegen. (Zum Beispiel mit Highrise)
  • Das Danke: sollte so persönlich wie möglich sein. Aber nichts versprechen, was Du nicht halten kannst! Ein Beispiel-Video.
  • Nach der Kampagne ist vor der Kampagne. Halte Kontakt zu Deinen Unterstützern und binde sie langfristig an Dich.

Falls Du Dir noch unsicher bist, kannst Du hier in unserem Leitfaden für NGOs stöbern.

Kathleen Ziemann

Smart Hero Award

28.01.2015 | Author: Franziska Kreische | 0  Kommentare

Wie nutzen Initiativen der Zivilgesellschaft soziale Medien, um Gutes zu tun? Der Smart Hero Award zeichnete 2014 zum ersten Mal Organisationen aus, die Online-Netzwerke und Social Media erfolgreich nutzen. In dieser Broschüre haben wir über die elf inspirierendsten Projekte berichtet, die es auf die Shortlist geschafft haben. Die Anmeldung für 2015 läuft übrigens noch!

Was haben Projekte wie "Hellersdorf hilft Asylbewerbern", "Wheelmap.org", "mutterseelenalleinerziehend.de" und "Der Teilzeitblogger" gemeinsam? Sie alle haben bewiesen, wie man erfolgreich soziale Medien wie Blogs, Facebook oder youtube in die eigene Kommunikationsstrategie einbaut um damit ein größeres Publikum zu bekommen und noch mehr Unterstützer zu finden. Weil das so gut geklappt hat, wurden sie 2014 mit dem Smart Hero Award ausgezeichnet, der gemeinsam von Facebook und der Stiftung Digitale Chancen ausgeschrieben wurde.

Wir finden, dass man von diesen Projekten eine Menge lernen kann. Aus diesem Grund stellen wir Dir in dieser Broschüre die Initiativen genauer vor und erklären, was nun genau das Besondere an sozialen Online-Netzwerken ist.

Hier kannst du Dir die Broschüre durchlesen oder herunterladen:

Franziska Kreische

NGO-Meter 2014: E-Mailings lohnen sich

22.01.2015 | Author: Angela Ullrich | 0  Kommentare

Hier kommen die aktuellen Ergebnisse des NGO Meter aus dem 1. Halbjahr 2014. Im NGO Meter erheben wir Kennzahlen von 15 NGOs rund ums Online-Fundraising. Warum machen wir das? Um Entwicklungstendenzen zu dokumentieren und vor allem, damit einzelne NGOs ihre Leistungen im Online-Fundraising besser vergleichen können. Einen Teil der Ergebnisse stellen wir hier und auf unserer NGO Meter Projektseite zur Verfügung, einen Teil behalten wir jedoch nur den Teilnehmern vor. Mitmachen lohnt sich also!

Unsere Auswertung zeigt, dass Online-Einzelspenden deutlich höher ausfallen als Offline-Spenden. 2014 war die durchschnittliche Online-Spende mit 95 Euro etwa dreimal so hoch wie die Offline-Durchschnittsspende von 33 Euro (s. GfK). In den Vorjahren lag die Online-Spende in unserer Stichprobe bei durchschnittlich 100 bis 115 Euro, der Trend zur höheren Spende hält demnach an.

Lastschrift ist nach wie vor beliebt

Und wie spenden die meisten Unterstützer online? Mit der guten alten Lastschrift. Sie liegt im Vergleich der Zahlungswege mit 73 Prozent weit vorne. Auf den hinteren Plätzen: Paypal (11,3 Prozent) und Kreditkarte (11,9 Prozent), wobei beide Kanäle im Vergleich zum Vorjahr aber an Bedeutung gewonnen haben (2013 lag ihr Anteil noch bei 4 bis 5 Prozent).

Online-Spendenvolumen größtenteils noch niedrig

Hier zeigen sich deutliche Unterschiede: Ein Fünftel der NGO-Meter-Teilnehmer akquirieren 20 bis 50 Prozent ihrer Spenden online! Für die Mehrheit der teilnehmenden Organisationen liegt das Onlinespendenvolumen im Vergleich zu den gesamten Spendeneinnahmen jedoch noch unter fünf Prozent.

E-Mailings erhöhen Website-Traffic

Die Emailing-Öffnungs- und Klickraten entwickeln sich positiv und liegen deutlich über den Vorjahreswerten. Einen positiven Trend gibt es – vor allem bei den großen NGOs – auch bei den Traffic-Kennzahlen. Das heißt: Die Besuchszahlen nach einem E-Mailing sind erneut deutlich angestiegen. Im Vergleich zu den kleinen Organisationen haben die „Großen“ außerdem längere Besuchszeiten und geringere Absprungraten. Die „Kleinen“ haben dafür im Gegenzug eine höhere Anzahl aufgerufener Seiten pro Besuch. Wer kurz vergleichen möchte: Die Öffnungsraten von E-Mailings liegen durchschnittlich bei 28,5 Prozent und die Klickrate (also, ob ein Beitrag im E-Mailing angeklickt wird) liegt bei 8,5 Prozent.

Unsere NGO Meter Teilnehmer

An der aktuellen Auswertung für das 1. Halbjahr 2014 haben 15 NGOs teilgenommen. Um die Erhebung zu vereinfachen und die Darstellung übersichtlicher zu gestalten, haben wir die Kennzahlen erstmals online via Surveymonkey abgefragt und die Auswertung anhand von Ergebnis-Intervallen durchgeführt.

Die Macherinnen des NGO Meter

Das NGO Meter wird von Silke Penner und Angela Ullrich betrieben (mehr auf unserer Über uns Seite). Wir danken beiden ganz herzlich! Die beiden würden sich über Feedback und natürlich noch mehr Teilnehmer freuen. Eine E-Mail genügt

Herzlichen Dank natürlich auch an die bisherigen Teilnehmer: action medeor e.V. , Aktion Deutschland Hilft e.V.CARE Deutschland-Luxemburg e.V.Christoffel-Blindenmission Deutschland e.V., Die Arche e.V.Go Ahead!Help – Hilfe zur Selbsthilfe e.V.Kinder von nebenan e.V.Masifunde Bildungsförderung e.V., PETA DeutschlandSave the ChildrenShelterBox GermanyMenschen für MenschenTeach First Deutschland gGmbHWWF Deutschland.

Angela Ullrich

Digital-soziale Innovation erreicht das Kanzleramt

20.01.2015 | Author: Joana Breidenbach | 0  Kommentare

Letzte Woche hatte ich das Vergnügen im Bundeskanzleramt am Deutschlandforum teilzunehmen. Dieses Mal hatte sich Angela Merkel für das Thema Soziale Innovationen entschieden und setzte damit ein sehr wichtiges, bislang aber eher vernachlässigtes Thema auf die politische Agenda.

Im Kanzleramt war eine Gruppe von ca. 150 Experten aus der ganzen Welt zur Diskussion eingeladen. Darunter viele Gesichter, die dem betterplace lab gut bekannt sind, wie Juliana Rotich von Ushahidi, Alessandro Orofino von der Bürgerbeteiligungsplattform Meu Rio und unsere Stanford-Partnerin Lucy Bernholz.

Was sind die Besonderheiten digital-sozialer Innovation?

Eine eigene Arbeitsgruppe war dem Thema „Bedeutung des digitalen Wandels für Innovationsfähigkeit“ gewidmet. Moderiert von Guilio Quaggiotto vom UN Global Pulse Lab in Jakarta und Dr. Mark Speich von der Vodafone Stiftung, versuchten wir uns den Fragen zu nähern, welche Bedeutung Digitalisierung für die Innovationsfähigkeit einer Gesellschaft an sich einnimmt und wie digitale Tools die Lebensqualität verbessern.

Mark Speich faßte die Diskussion für das Plenum zusammen, indem er auf die Granularität von Big Data hinwies, die es Policy Makern ermöglicht, soziale Probleme im Detail zu analysieren und auf dieser Basis neue Lösungsansätze zu entwickeln. Er forderte die bestehenden bürokratischen Strukturen auf, „flüssiger“ zu werden; Innovationen benötigen andere Strukturen als die, mit denen der öffentliche Sektor sonst konfrontiert ist. Wir brauchen Raum für iteratives Vorgehen, produktives Scheitern und eine iterative Projektlogik, die sich nicht an feste Projektpläne hält. Vor allem müssen wir Begegnungsräume zwischen Politik, Zivilgesellschaft und Innovatoren schaffen, in denen diese ein besseres Verständnis für einander gewinnen.

Auch im Bildungssektor muss ein Umdenken stattfinden, denn wenn immer mehr Arbeiten von Maschinen übernommen werden, verändert sich der Bildungsauftrag der Schulen: auf der einen Seite müssen diese eine bessere IT-Bildung anbieten, andererseits jedoch gerade die Empathiefähigkeit der Schüler stärken, da viele der neuen Arbeitsfelder Kreativität und Empathie erfordern werden.

Im Bereich soziale Innovation hinkt Deutschland hinterher

Im Dialog mit Angela Merkel wurde deutlich, dass die internationalen Gäste Deutschland im industriellen Bereich zwar für innovationsfähig halten und gerade die Qualität deutscher Wertarbeit hoch geschätzt wird. Im Bereich soziale Innovation – so z.B. die Aussage von Geoff Mulgan, Geschäftsführers von Nesta – würde unser Land dagegen weit hinter den Erwartungen zurückliegen. Dies hängt, so gestand auch die Kanzlerin ein, u.a. damit zusammen, dass wir in unserem Wohlfahrtsystem Gelder nicht wirkungsorientiert vergeben und dadurch kein Wettbewerb zwischen den Angeboten stattfindet. Gute neue Initiativen haben wenig Chancen solide finanziert zu werden. Innovation braucht jedoch flexibles und ungebundenes Funding: Ushahidi wäre nie so erfolgreich geworden, wenn sie nur projektbezogene Gelder erhalten hätten.

Bottom-up, dezentral, offen, produktiv scheitern

Einige Grundbedingungen für sozial(-digitale) Innovation tauchten während der gesamten Veranstaltung wiederholt auf – und auch bei der im Anschluss stattfindenden kleinen Diskussionsrunde im BMZ mit Bundesminister Gerd Müller:

  • Anstatt top-down Innovation zu verordnen, tun wir gut daran, ein gutes Arbeitsumfeld vor Ort zu schaffen, in denen lokale Innovatoren ihre eigenen Probleme bearbeiten können.
  • Wir brauchen eine offensivere Fehlerkultur, denn Innovationen gehen immer mit einem höheren Risiko einher.
  • Offene Systeme sind eine Grundvoraussetzung für Innovation – zu viele und vor allem auch zu frühe Regulierungen behindern sie dagegen.
  • Deutschland kann in der Entwicklungszusammenarbeit eine positive Rolle spielen, in dem es z.B. Begegnungsräume für Austausch schafft und Co-Working Institutionen fördert. Entwicklungsgelder können aber auch für die Skalierung erfolgreicher lokaler Pilotprojekte eingesetzt werden, ggf. auch im transnationalen Rahmen.

Jeder ist ein Changemaker

Ebenso wichtig wie einzelne Policies ist jedoch eine prägnante Narrative, wie John Kao vom Institute for Large Scale Inovation und Felix Oldenburg von Ashoka, forderten: Wir müssen ein Klima schaffen, in dem sich Bürger als Changemaker verstehen, die ermächtigt sind, ihre eigenen sozialen Probleme zu lösen. Denn Digitalisierung ist durch Dezentralisierung und die Kollaboration vieler kleiner Einheiten geprägt. Hierfür kann Politik den diskursiven, organisatorischen und finanziellen Rahmen schaffen.

Joana Breidenbach

Warum wir einen Jahresfilm machen

15.01.2015 | Author: Kathleen Ziemann | 0  Kommentare

Es ist eine kleine Tradition im lab, das Jahr mit einem Jahresfilm abzuschließen. Seit 2010 halten wir in dieser Form Rückschau und neben der professionellen Sicht auf unsere Jahreshighlights erlauben wir uns dabei jede Menge Spaß.

Sei es, dass Post-Its das Laufen lernen (2010), ein außerirdisches Knetmännchen die Führung übernimmt (2011), wir Klebeband animieren (2012), Schnaps auf Ex trinken (2013) oder sich eine Banane ins Bild schmuggelt (2014). Der Jahresfilm schwankt zwischen Profiarbeit und Party. Andere Organisationen veröffentlichen trockene Jahresberichte auf Papier – wir machen lieber ein Video. Das ist vielleicht nicht so übersichtlich, aber dafür ist eines sicher: Jeder Film ist mit Liebe für Detail und Humor gemacht. Und genau dieser Raum für Kreativität macht die Arbeit im lab so schön. Wir hoffen, dass Du Dich darüber mit uns freust. Hier nun der Film 2014, den wir zusammen mit Jana Fitzner erstellt haben – vielen Dank!

PS: Wer es übersichtlich wünscht, der muss noch auf unsere Jahresmetrik von Angela warten. Dort gibt es dann trockene Daten und Fakten.

Kathleen Ziemann

Digital-soziale Highlights 2014

23.12.2014 | Author: Joana Breidenbach | 0  Kommentare

Inmitten der vielen Jahresrück- und Ausblicke werden auch wir vom betterplace lab nach den Highlights des vergangenen Jahres und unseren Prognosen für 2015 gefragt.

Deshalb folgt hier - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - eine kleine Zusammenstellung der digital-sozialen Entwicklungen, die mich beeindruckt haben - und von denen wir in 2015 vorraussichtlich noch mehr sehen werden.

1. Online Fundraising schießt nach oben

Sowohl bei betterplace.org, als auch auf vielen anderen Plattformen und NGO-Websites sind die Nutzerzahlen und die Spendensummen in 2014 so stark nach oben geschossen, wie in keinem Jahr zuvor. Bei betterplace haben sich dieses Jahr 7300 Projekte neu registriert (Vergleich zum Vorjahr: 4150). Und auch wenn uns über das Gesamtspendenvolumen noch keine abschließenden Zahlen vorliegen (die Hauptspendenzeit läuft ja noch), so ist auch dieses für kleinere und mittelgroße Organisationen mit 5 Millionen EUR deutlich angestiegen.

In Folge der über social media weltweit verbreiteten Ice Bucket Challenge wurden weit über 100 Millionen EURO für ALS-Forschung gespendet. Bei der 2. Social Entrepreneur Challenge der Skoll Foundation kamen über 11 Millionen USD zusammen (hier ein interessanter Blogpost zu den Erfolgsfaktoren der Challenge), das dreifache vom Vorjahr. Wachstumsraten von 36% verzeichnete auch der diesjährige #GivingTuesday - alleine in den USA sammelten 4500 Charities über 26 Millionen USD über Online-Kanäle ein.

2. Die Diskussion um Daten und Zivilgesellschaft startet

Viel wird mittlerweile über die Nutzung unserer digitalen Daten durch Überwachungsdienste und Unternehmen geredet. Die Debatte, wie zivilgesellschaftliche Organisationen mit ihren Daten umgehen, wird dagegen bislang hauptsächlich im angelsächsischen Raum und auf Konferenzen wie The Ethics of Data geführt. Die Frage, wie NGOs, Stiftungen und Sozialunternehmer digitale Daten nutzen können, um ihre Mission besser zu erfüllen und welche Chancen und Risiken damit verbunden sind, wird bald - so hoffen wir - auch den deutschen sozialen Sektor erreichen.

3. Das Kulturerbe wird digitalisiert

Ein Thema, welches wir im betterplace lab erst seit kurzem verfolgen, ist die Digitalisierung des Kulturerbes. Immer mehr kulturelle Artefakte in Bibliotheken, Archiven und Museum (z.B. die grandiose Website vom Amsterdamer Rejksmuseum oder die Deutsche digitale Bibliothek) werden digital aufbereitet und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Die damit einhergehenden Veränderungen der Kulturförderung, Arbeitsweisen in Kulturinstitutionen und Konsumgewohnheiten von Bürgern werden wir in einem unserer nächsten betterplace lab Trends beleuchten.

4. Die Digitale Agenda der Bundesregierung löst einen Digitalisierungschub aus.

Auch wenn sie erst ein Anfang ist, so konnten wir in den letzten Monaten konkret erleben, wie die Digitale Agenda in der politischen Landschaft in Deutschland ein neues Bewußtsein für die Chancen der Digitalisierung auslöst. Im Bereich der Förderung des Gemeinwohls und des sozialen Engagements werden im Familienministerium, ebenso wie im Innenministerium und dem BMZ in den nächsten Monaten eine Vielzahl neuer Projekte entstehen, die wir mit Spannung beobachten werden (und zu denen wir hoffentlich auch konkret beitragen werden).

5. Gemeinwohl 4.0.

In einigen unserer letzten Trends, z.B. Digitale Nothilfe und Bauern Empowern, berichteten wir von Projekten, bei denen Sensoren eine wichtige Rolle spielen. Parallel zur Industrie 4.0., dem Internet of Things, spielen miteinander kommunizierende Objekte eine immer größere Rolle auch im zivilgesellschaftlichen und humanitären Bereich. Auch zu diesem Thema arbeiten wir gerade an einem neuen Trendbericht, auf den ihr euch schon jetzt freuen könnt!

Und damit verabschieden wir uns in die Weihnachtsferien. Wir wünschen euch allen ein paar entschleunigte Tage zwischen den Jahren und freuen uns auf ein frisches, neues Jahr voller digital-sozialer Innovationen!

PS. Wer unterm Tannenbaum lachen möchte, dem sei diese Zusammenstellung der besten Aid Comedy Videos empfohlen.

Joana Breidenbach
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