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"In 15 Minuten hast Du Wasser!" – Nextdrop ermöglicht Wasserzugang per SMS

14.04.2014 | Author: Medje Prahm | 0  Kommentare

Dieser Blogpost erscheint auch auf Impatient Optimists.de.

Fließendes Wasser ist in indischen Großstädten eigentlich kein Luxusgut mehr – nur weiß man nie, wann und für wie lange es aus dem Hahn kommt. Bislang haben indische Wasserversorger kein System gefunden, um die ständige Versorgung zu sichern. Aber soll man stattdessen einfach stundenlang vorm Wasserhahn warten? Gut, dass die Gründer von Nextdrop aushelfen – mit einem SMS-Dienst.

Eine typische SMS von Nextdrop mit Informationen für Wasserverbraucher.

Ich treffe Nishesh Mehta, Produktentwickler bei Nextdrop, im Februar in einem Pub in Neu Delhi. Er erklärt, worum es bei Nextdrop eigentlich geht: “In den meisten indischen Städten gibt es keine ständige Versorgung mit Wasser. Es wird eine bestimmte Menge ausgegeben, aber niemand weiß, wann oder für wie lange. Nextdrop löst dabei die Informationsasymmetrie zwischen Wasserversorger und Verbraucher: Die Vorsorger sagen uns, wann welche Stadtteile Wasser bekommen, wir sagen unseren Kunden per SMS Bescheid und helfen ihnen, Feedback zu geben, etwa über Probleme oder die Wasserqualität.”

Als 2010 eine Mitstudentin von Nishesh über die Wasserversorgung in Bangalore forschte, verbrachte sie Wochen nur damit, vor dem geöffnetem Wasserhahn zu sitzen, und zu notieren, wann Wasser kam. Da müsse es doch eine bessere Methode geben, dachten sich Nishesh, Anu und ihre Mitgründer, die damals noch in Berkeley oder Austin in den USA studierten. Also packten sie ihre Koffer, zogen zurück nach Indien und gründeten Nextdrop.

Mitgründer Nishesh mit Handy und Nextdrop-SMS.

Ohne den Staat geht es nicht

Eine Woche vorher, in Bangalore: Anu Sridharan (26), Geschäftsführerin von Nextdrop, und ich hetzen durch die Gänge eines Ministeriumsgedäudes in Bangalore. Zum Termin mit dem Chef-Ingenieur für die Wasserversorgung der Stadt sind wir schon über eine Stunde zu spät – der Verkehr in der 10-Millionen-Metropole ist mal wieder zusammengebrochen. Im Wartebereich angekommen, frage ich sie über ihr Start-Up aus: “Wir arbeiten mit etwa 20 Mitarbeitern in drei Städten: Bangalore, Hubli und Dharwad. Dort erreichen wir etwa 20.000 Haushalte, also 80.000 bis 100.000 Kunden.” Das ist für indische Verhältnisse noch nicht viel, deshalb will Nextdrop schnell weiter wachsen. Und ohne Kooperation mit den meist öffentlichen Wasserversorgern geht das leider nicht.

Deshalb sind wir auch erleichtert, trotzdem von Herrn Venkataraju, dem Verantwortlichen für die Wasserversorgung der Stadt, vorgelassen zu werden. Im Gespräch mit den beiden beeindruckt mich vor allem die Offenheit des Ingenieurs, neue technische Lösungen auszuprobieren, die den Verbrauchern einen besseren Service bieten. Gleichzeitig, so lerne ich aber auch, haben die Versorger einen Vorteil von Nextdrop: Sie müssen keine Hardware installieren, und bekommen von dem Start-Up Echtzeit-Informationen über die Wasserverteilung – und natürlich das Feedback der Verbraucher per SMS. Und wer zahlt dafür? Momentan bezahlen die Kunden zehn bis 25 Rupien im Monat (12 bis 30 Eurocent), in Zukunft wollen die Macher von Nextdrop aber die Versorger zu Kasse bitten; schließlich sind sie durch die Leistungen von Nextdrop in der Lage, bessere Entscheidungen zu treffen und damit effizienter zu arbeiten.

Mehr Artikel auch aus anderen Ländern findest Du in unserer Übersicht zum lab around the world. Oder Du gehst direkt auf Medjes Indien-Seite.

Medje Prahm

Wie wird online gespendet? Der Digital Giving Index gibt Hinweise

10.04.2014 | Author: Angela Ullrich | 0  Kommentare

Gerade hat die US-amerikanische Spendenplattform Network for Good ihren aktuellen Digital Giving Index veröffentlicht. Seit 2010 werden regelmäßig Daten der Online-Spenden-Plattform ausgewertet, um ein besseres Verständnis für Online-Spenden und Online-Fundraising zu gewinnen. Die Daten für 2013 beziehen sich auf 40.000 NPO und rund 190 Millionen US-Dollar Spendenvolumen. Hier die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

Im Vergleich zum Vorjahr nahmen die Onlinespenden um 14 Prozent zu und stiegen damit deutlich stärker als alle gesammelten Spenden (hier nur ein Plus von 4 Prozent). Insgesamt stellen die Onlinespenden zwar erst knapp 10 Prozent des Spendenvolumens dar, aber ihr Anteil nimmt recht dynamisch zu. Damit zeichnet sich nun über die letzten Jahre hinweg ein Trend ab, der gezielte Online-Fundraising Konzepte bei den NPO fordert.

Die meisten Spenden kommen über die Webseite der NPO

Rund 61 Prozent der Onlinespenden werden über die Webseite der NPO getätigt. Dabei ist vor allem das Spendenformular im NPO-Design sehr beliebt. Hier hat der User das Gefühl, weiterhin auf der Webseite der Organisation zu sein. Und hier spendet er mit durchschnittlich 139 US-Dollar auch die höheren Beträge. Das allgemeine Spendenformular, auf das man von der Webseite zu einer dahinter liegenden Spendenplattform geleitet wird, nutzen nur 7 Prozent der Onlinespender.

Spendenportale, Spendenaktionen und Arbeitnehmerspenden sind weitere relevante Kanäle

Über Spendenportale fließen gut 12 Prozent der Onlinespenden. Dabei erreichen sie eine durchschnittliche Höhe von 112 US-Dollar. Ein weiterer sich sehr dynamisch entwickelnder Kanal ist das Peer-to-Peer Giving, wo über Aufrufe von Freunden oder Familie online Spenden gesammelt werden, das Ganze angekurbelt durch den gezielten Einsatz von Social Media. Auf diesem Wege werden 18 Prozent der Onlinespenden gesammelt, allerdings mit einem recht geringen Durchschnittsvolumen von 66 US-Dollar. Neu ausgewertet wurde für 2013 der Kanal der Arbeitnehmerspenden. Die Anzahl dieser Spenden ist im vergangenen Jahr um 83 Prozent gewachsen.

Giving Tuesday und New Years Eve: Dezember ist Hochsaison

Wenig überraschend fließen in der Vorweihnachtszeit und zum Jahresende hin die meisten Onlinespenden. Bemerkenswert ist, dass am Giving Tuesday Anfang Dezember 73 Prozent mehr online gespendet wurde als im Vorjahr. Damit hat sich dieser „Weltspendentag“ als wahrer Fundraising-Hotspot etabliert. Weitere spendenstarke Zeiten waren rund um die Katastrophen des Jahres 2013, wo sehr viel Nothilfe unterstützt wurde.

Angela Ullrich

Weblieblinge

09.04.2014 | Author: Thomas Rößl | 0  Kommentare

Das sind unsere sorgfältig ausgewälten, liebevoll arrangierten und gewohnt informativen Lieblingsfundstücke aus dem digitalen Multiversum:

  • Video: Wie aus negativen Kommentaren was Schönes wird.
Thomas Rößl

Umfrage: betterplace lab x Mozilla Foundation

08.04.2014 | Author: Thomas Rößl | 0  Kommentare
Erstellt mit Wordle.


Unser aktuelles NGO-Meter hat erneut bestätigt, dass Online-Fundraising  und -Kommunikation für NGOs immer wichtiger werden. Bei aller Freude darüber finden wir, dass es jetzt auch mal an der Zeit ist, zu hinterfragen, wie sich NGOs in diesem Medium bewegen. Wir machen also eine Umfrage.

Dafür haben wir uns mit Mozilla zusammen getan. Wir wollen gemeinsam herausfinden, wie Ihr von den NGOs und Stiftungen über das Thema Datensicherheit denkt und was ihr tut, um Eure Daten zu schützen.

Ganz egal ob Ihr sagt "Datenschutz ist alles - ich gehe nur über das Tor-Netzwerk online." oder "Ist mir doch egal, alle meine Passwörter sind 123456." – Wir wollen ehrliche, vielfältige Antworten.

Das geht ganz schnell, tut nicht weh und wir gehen natürlich sehr gewissenhaft mit Euren Informationen um!

Bei dieser Gelegenheit will ich Euch noch auf die beiden Beiträge zu dem Thema auf der diesjährigen reCampaign hinweisen."Zwischen Nichtstun und Handeln – Die (digitale) Zivilgesellschaft im Schatten der NSA-Affäre" und "Es geht uns alle an? Datensicherheit und Verschlüsselung für NGOs" kann man auf Soundcloud als Podcast anhören.

Danke!

Thomas Rößl

Mehr Ertrag durch SMS- und Sprachnachrichten – Farmerline hilft Bauern in Ghana

04.04.2014 | Author: Ben Mason | 0  Kommentare

Dieser Artikel ist auch auf Impatientoptimists.de erschienen.

Bright (mittig) vom Farmerline-Team besucht regelmäßig Lazarus (rechts) und Francis (links) im Feld.


„Nicht zu viel Fischfutter auf einmal verwenden, sonst verrottet es und der Sauerstoff im Wasser kippt.“ Manchmal sind es simple Tipps, die Probleme lösen. Durch den Zugang zu wertvollen Informationen hilft Farmerline Fischzüchtern und Landwirten in Ghana, mehr zu produzieren und zu verdienen. Mit einfachen Info-Nachrichten aufs Handy.

Alloysius Attah (24) hat während seines Informatikstudiums immer wieder von Projekten gehört, die anhand mobiler Technologien Bauern geholfen haben. Er war begeistert und plante gemeinsam mit einem Kommilitonen ein eigenes Projekt. „Und dann hat die Web Foundation einen Kurs über mobile Technologien in Accra veranstaltet. Wir haben uns also drei Wochen Pause vom Studium genommen und sind hingegangen“, erzählt Alloysius. Nach dem Studium, im März 2013, haben sie Farmerline gegründet.

Alloysius Attah, Mitgründer und CEO. Farmerline arbeitet vom Techhub mFriday aus.



In ländlichen Regionen ist der Zugang zu Informationen häufig nicht leicht. Oft mangelt es an Hintergrundwissen zu technischen Problemen, Vermarktung und Buchhaltung sowie Wettervorhersagen. Solche wichtigen Informationen gibt Farmerline den Bauern via SMS oder als Sprachnachricht direkt aufs Handy. Denn weil viele Bauern in ländlichen Regionen Analphabeten sind, versendet Farmerline mittlerweile auch Sprachnachrichten auf fünf lokalen Sprachen. So profitieren auch die Bauern, die nicht lesen können.

Mehr Informationen bedeutet mehr Gewinn

Lazarus ist seit sechzehn Jahren Fischzüchter. Dem 36-Jährigen gelingt es, von seiner Fischzucht in der Region von Kumasi zu leben. Er sagt, die Infonachrichten von Farmerline hätten ihm Neues beigebracht und bei seiner Arbeit geholfen. Er wisse nun zum Beispiel welches Futter er braucht und wie er es am besten nutzt. Lazarus gehört zu einer Gruppe von 1.000 Bauern, die an der Pilotphase von Farmerline teilgenommen hat. Am Ende des Pilotprojekts stiegen die Ernten im Durchschnitt um zehn Prozent und der Gewinn war um zwanzig Prozent höher!

Die persönliche Beziehung vom Farmerline-Team zu den Fischzüchtern ist ein Erfolgsfaktor. Lazarus arbeitet zum Beispiel mit Bright von Farmerline eng zusammen. Er stammt auch aus der Gemeinde und besucht Lazarus oft, um zu versuchen, seine Bedürfnisse immer besser zu verstehen und in einem zweiten Schritt die Informationen von Farmerline anzupassen.

Besseres Wissen ein guter Anfang

Nach einer ersten Skalierung nutzen Farmerline nun 2.000 Landwirte in sechs Regionen. Die eine Hälfte sind Fischzüchter, die andere Hälfte Ackerbauer. Weitere Expansionen in neue Gebiete sind dieses Jahr geplant.
Farmerline will aber nicht nur mehr Nutzer erreichen, sondern dan Landwirten auch an anderen Stellen unter die Arme greifen. So ist eines der größten Probleme von Fischfarmer Lazarus der Zugang zu Kunden und Krediten. Von Mikrokrediten haben er und seine Freunde zwar schon gehört, aber von dem ganzen Prozess fühlen sie sich überfordert. Farmerline möchte Bauern deswegen auch dabei unterstützen. Ein Mikrofinanzverband hat schon Interesse gezeigt, mit ihnen zusammen zuarbeiten. Alloysius, von Farmerline möchte in Zukunft auch mit Großabnehmern kooperieren: „Käufer haben Vorteile wenn sie große Quantitäten von einem Netzwerk kaufen können, anstatt jeden Produzent selber zu besuchen“, sagt er. Darüber hinaus hat er angefangen, durch Umfragen per Sprachnachricht, interessante Daten für NGOs und andere Akteure im Agrarsektor zu sammeln. Damit die Bedürfnisse der Bauern im Zentrum stehen.

Die Anwendungsmöglichkeiten zeigen das enorme Potenzial, eines etablierten Informations- und Kommunikationsnetzwerkes. Wissen und Technologie gibt es in Ghana; die Herausforderung ist eher, die Menschen überhaupt erst zu erreichen und dann Vertrauen zu schaffen. Das hat Farmerline bisher sehr erfolgreich gemacht – das Projekt verspricht viel für die kommenden Monate und Jahre.

Ein neuer Teich wird aufgebaut.



Mehr Artikel von unserer Forschungsreise findest du auch auf der Projektseite lab around the world.

Ben Mason

Wie geht's dem Gemüse? Kleinbauern in Tansania können endlich ihre Preise bestimmen

04.04.2014 | Author: Kathleen Ziemann | 0  Kommentare

Dieser Artikel ist auch auf ImpatientOptimists.de erschienen.

Kartoffeln und Zwiebeln türmen sich rechts und links. Menschen drängeln sich mit Tüten, Körben und Kisten beladen aneinander vorbei. Darin ist ihr Einkauf von heute: Reis, Tomaten, Mangos, grüne Bohnen, Spinat, Bananen oder Gurken – in Kariakoo, Daressalams größten Markt, gibt es alles, was man in Tansania ernten kann. Irgendwo zwischen diesen Gemüsebergen und Obststapeln ist der Preis-Kollektor Henry jeden Tag mit seinem Smartphone unterwegs.

Henry notiert die aktuellen Tagespreise von fast 100 Gemüse-, Obst- und Getreidesorten. Die gesammelten Preisdaten schickt er dann mit Hilfe einer App an eine Datenbank, die mit der Online-Plattform Habari Mazao (Swahili für: Wie geht’s dem Gemüse?) verbunden ist. Henrys Job ist eine kleine Revolution für hunderte Kleinbauern im Umland von Daressalam.

Habari Mazao
Die Plattform Habari Mazao hilft Bauern in Tansania, bessere Preise für ihre Waren zu erzielen

Kleinbauern sind auf Mittelsmänner angewiesen
In Tansania leben 70 Prozent der Menschen von der Landwirtschaft. Die meisten von ihnen sind Kleinbauern. Was sie von ihren Erträgen nicht selbst zum Leben brauchen, verkaufen sie auf Märkten wie Kariakoo. Oft ist aber die Anreise zu lang, es fehlt an geeigneten Transportmitteln und auf dem Markt gibt es eine feste Standmiete, die sich die Kleinbauern nicht leisten können. „Die meisten Bauern sind auf Mittelsmänner angewiesen, die ihnen ihre Ernte abnehmen, mit dem Auto oder Motorrad in die Stadt transportieren und dann auf dem Markt verkaufen. Und weil die Bauern die Preise in der Stadt nicht gut kennen, verkaufen sie ihre Ware oft zu einem sehr schlechten Preis“, sagt Sugwejo Kaboda, der Geschäftsführer von Habari Mazao.

Mit seiner Online-Plattform soll das anders werden. Bauern können überall in Tansania einfach per SMS den aktuellen Preis von Reis oder Mais auf dem Markt in Kariakoo abfragen. Dazu senden sie einen kurzen Text mit der Preisanfrage zur entsprechenden Getreidesorte an die Nummer 5573.  Per SMS werden sie über die aktuelle Preislage zum Beispiel von Reis informiert.

Die Bauern bestimmen den Preis ihrer Waren
Eine unabhängige Entscheidungsgrundlage hatten die Bauern bislang nicht. Jetzt können sie besser festlegen, zu welchen Konditionen sie ihre Ernte abgeben und werden dabei unabhängig von den Informationen der Mittelsmänner. Und das gilt nicht nur für kurzfristige Entscheidungen etwa, ob das Kilo Tomaten 1.000 oder 2.000 Tansanische Schilling wert ist: „Über die Zeit können die Bauern auch Preisschwankungen beobachten und entscheiden, wann es am besten ist zu verkaufen oder noch zu warten und Reis einzulagern“, sagt Sugwejo Kaboda. Der Student hat das Backend der Plattform programmiert und führt stolz die verschiedenen Datenansichten vor. Es gibt zu den über 100 Produkten den Tagespreis und eine Jahresübersicht, alles sehr leicht verständlich – viel Arbeit steck darin.


Sugwejo Kaboda, Gründer der Plattform Habari Mazao

Und doch: Für die Bauern kostet der Service nur die SMS, die sie mit der Anfrage versenden. Sonst fallen keine Gebühren an. Obwohl die Plattform erst seit Februar 2014 online ist, wird sie schon von über 500 Bauern genutzt, die Preise für ihre Ernte abfragen. „Wir wollen aber nicht nur eine Plattform für Bauern sein“, sagt Sugwejos. Auch Großabnehmer wie Hotelküchen oder Supermärkte könnten von dem Angebot profitieren. „Indem sie wissen, was ihre Zwischenhändler an Marktpreisen tatsächlich zahlen, können sie bessere Preise erzielen“, so der 22-jährige. Für Großabnehmer soll in Zukunft dieser Service Geld kosten – „die können es sich ja leisten“, sagt Sugwejo.

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Kathleen Ziemann

NGO Meter: E-Mailings wieder erfolgreicher

02.04.2014 | Author: Kathleen Ziemann | 0  Kommentare

Das NGO-Meter, das Benchmark für Online-Fundraising, ist jetzt für das Jahr 2013 erschienen. Hier sind nun die Ergebnisse! Silke Penner hat zusammen mit Angela Ullrich die Online-Kennzahlen von 16 NGOs analysiert und verglichen. Besonders hervorzuheben: Twitter wächst schneller als Facebook und E-Mailings werden wieder erfolgreicher.

Die Entwicklung der Online-Spenden ist überwiegend positiv. Im Durchschnitt können NGOs mittlerweile 14 Prozent ihrer Spenden online sammeln. Die durchschnittliche Online-Spende lag dabei bei 100 Euro, was deutlich höher als die Offline-Spende ist. Im Vergleich zu den Vorjahres-Ergebnissen des NGO-Meter sind beide Kennzahlen allerdings etwas geringer ausgefallen.

E-Mailing entwickelt sich positiv

Besonders positiv entwickelten sich im Gegenzug die E-mailing-Öffnungs- und Klickraten. Deutliche Steigerungen ergaben sich außerdem in Bezug auf den Website-Traffic: Sowohl Besucher- als auch Besuchszahlen liegen klar über den Vorjahreswerten. Die Online-Präsenzen von NGOs werden also immer besser. Dafür spricht auch: Bei gesunkener Absprungrate sind die Besuchszeiten von Websites ebenfalls über Vorjahresniveau.

Suchmaschinen sind weiterhin wichtigste Besucherquelle. Aber auch Facebook ist wie in den Vorjahren von großer Bedeutung, wächst jedoch in 2013 langsamer als Twitter. Als Top-Referrer-Site ist Facebook allerdings vor allem für kleine NGOs besonders hervorzuheben.

Hier gibt es weitere Informationen zum NGO-Meter.

Durch die höhere Teilnehmerzahl war es uns erstmals möglich, eine Gruppierung in große (über 1 Mio Spendenvolumen) und kleine NGOs (unter 1 Mio Spendenvolumen) vorzunehmen.

2013 haben 16 NGOs am NGO-Meter teilgenommen. Wir bedanken uns dafür ganz herzlich! Mit dabei sind jetzt u.a. action medeor e.V.Aktion Deutschland Hilft e.V.CARE Deutschland-Luxemburg e.V.Christoffel-Blindenmission Deutschland e.V.,Die Arche e.V.Go Ahead!Help – Hilfe zur Selbsthilfe e.V.Kinder von nebenan e.V.Masifunde Bildungsförderung e.V., PETA DeutschlandSave the ChildrenShelterBox GermanyMenschen für MenschenTeach First Deutschland gGmbHWWF Deutschland.

Kathleen Ziemann

IT4 Change: Neue Wirkungsschmiede von Ashoka

01.04.2014 | Author: Kathleen Ziemann | 0  Kommentare

Die Stipendien, Kurse und Finanzspritzen von Ashoka haben schon vielen jungen Sozialunternehmern geholfen – keine Frage! Was aber mindestens genau so wichtig für die Ashoka-Stipendiaten ist: Zeit mit Gleichgesinnten und der Zugang zu interessanten Netzwerken.

Deshalb hat sich Ashoka jetzt gedacht: Mehr davon! und die IT4Change Wirkungsschmiede gestartet. Sozialunternehmer die IT nutzen um gesellschaftliche Probleme zu lösen, können sich noch bis zum 20. April bewerben.

Damit Du Dich schon mal auf die vielen spannenden Leute bei Ashoka einstimmen kannst, empfehle ich Dir dieses schicke Video:

Die ICT4Change Wirkungsschmiede bietet den Teilnehmern unter anderem:

  • inhaltliche und methodische Unterstützung durch die klugen und erfahrenen Strategieberater von SAP, die als Mentoren die Teilnehmer begleiten. (Zusätzlich dazu gibt es auch noch finanzielle Unterstützung).
  • Ganz viel Inspiration und Motivation durch das Vernetzen von Teilnehmern, erfolgreichen Sozialunternehmern und Experten aus ganz verschiedenen Sektoren.
  • Kurzum: Eine Reihe an spannenden Veranstaltungen, die Du nicht verpassen solltest.

Für mehr Informationen kannst du einfach auf dieser Website nachschauen.
Oder Dich direkt hier anmelden.

Kathleen Ziemann

Neu im Trendreport: Crowdfunding

31.03.2014 | Author: Thomas Rößl | 0  Kommentare

Zugegeben: Crowdfunding ist ja gar nicht so neu. Schon vor 200 Jahren wurden mittels Crowdfunding Bücher finanziert, Abenteuerreisen realisiert – sogar der Sockel der Freiheitsstatue in New York wurde schwarmfinanziert.

Der Gedanke dahinter ist denkbar einfach: Viele Menschen geben einem Menschen (oder einer Gruppe) ein bisschen Geld – das wird dann gesammelt zu einem ziemlichen Haufen Geld.  Das funktioniert aber nur, wenn dieser eine Mensch so eine gute Idee hat, dass er es schafft, die vielen Menschen davon zu überzeugen.

Genau aus diesem Grund ist Crowdfunding eben mehr als nur ein Finanzierungsmodell. Es ist ein Konzept, das eine gute Idee von vielen Menschen legitimiert und daher besonders unterstützt und weiterträgt – ohne Bankkredite oder viel Eigenkapital.

Und weil wir das gut finden, widmen wir uns im aktuellen Trendreport ganz der Macht des Schwarms.

Das Futuremag von Arte erklärt Crowdfunding:

Thomas Rößl

Weblieblinge

25.03.2014 | Author: Thomas Rößl | 0  Kommentare

Es gibt wieder neue Lieblingsfundstücke aus dem Internet:

Stiftungen: Wie und über was bloggen denn eigentlich deutsche Stiftungen? Diese Übersicht zeigt: Stiftungsblogs fristen in Deutschland (noch) ein Nischendasein.

Online-Spenden: Das Network for Good hat gerade einen Digital Giving Index veröffentlicht. Das sind die Online-Spenden Trends!

Spenden-Experiment: GiveDirectly will Charity gründlich verändern – mit bedingungslosen Geldgeschenken per Handy. Das Experiment wird nun deutlich kritisiert.

Wie Spender ticken: Der Think-Tank New Philanthropy Capital hat eine Studie zu Spenderverhalten gemacht. Vielen ist anscheinend der Impact ihrer Spende egal!

Digitale EZ: Ken Banks, der Erfinder der obercoolen SMS-Plattform FrontlineSMS, im Guardian: "Durch neue Technologien wird die EZ auch für Menschen mit IT- oder kreativer Ausbildung interessant."

Infografik: Immer mehr NGOs probieren Crowdfunding aus. Und hier siehst du, welche davon 2013 richtig erfolgreich waren.

Internet-Map: Wer hat wo Zugang zum Internet? Diese Google-Karte basiert auf Daten der Weltbank. Erfahre mehr über die Digital Gap.

Peng!: Wie humorvoller digitaler und realer ziviler Ungehorsam aussehen kann, liest du in diesem Interview auf reset.org. Über Rentner die in Ungarn Panzer kapern.

Social Media: Das aktuelle NGO-Top-20 Ranking von Pluralog ist da und mal wieder interessant. Der erste Platz ist eine Überraschung.

Tools für NGOs: Du hast die Nonprofit Technology Conference verpasst? Hier gibt es die Notizen, Präsentationen und ein kollaboratives Spreadsheet.

SnapChat-Kampagne: Die Umwelt-NGO OndAzul hat eine schlaue Social Media Kampagne gestartet:

Thomas Rößl
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