96 % der Organisationen sehen Potenziale für NGOs, durch Digitalisierung ihre soziale Wirksamkeit zu erhöhen. Gleichzeitig konstatieren 90 % dem sozialen Sektor noch erheblichen Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung.

In einigen Bereichen spielen digitale Technologien bereits heute für soziale Organisationen eine wesentliche Rolle, zuallererst im Marketing und der Öffentlichkeitsarbeit. Für 93 % der Teilnehmer an der Google Impact Challenge ist Social Media wichtig oder gar absolut zentral für ihre Arbeit. Facebook, Twitter und YouTube sind 2017 für soziale Organisationen, was vor zehn Jahren noch die eigene Website war: ein absolutes Muss. Trotz dieser Überbetonung der Öffentlichkeitsarbeit – begründet in dem starken Wunsch nach höherer Bekanntheit – setzen zumindest zwischen 59 % und 61 % der sozialen Organisa­tionen darüber hinaus auf digitale Tools in den Bereichen Projektsteuerung und Zusammenarbeit, Fundraising und Finanzierung sowie zur Abwicklung interner Prozesse.

Allerdings darf die Digitalisierung nicht auf die Verwendung von Anwendungssoftware reduziert werden. Die Arbeits­weise transformiert sich in den Organisationen gleicher­maßen und in Wechselbeziehung mit den neuen Tools. Vernetzt und dezentral agieren die meisten, an Agilität fehlt es noch häufig. Viele der befragten Organisationen sind interessiert, ihre Arbeitsweise weiterzuentwickeln und ihre Reichweite zu erhöhen. Aus dem Wunsch heraus möglichst viele Begünstigte mit ihrem Angebot zu erreichen, setzen die Organisationen immer mehr auf digitale Produkte und Dienstleistungen – die entsprechend in der Google Impact Challenge gefördert wurden. Es lässt sich dabei zwischen a) dem digitalen Angebot für Bedürf­tige, b) der Verbesserung solcher digitaler Angebote, c) dem Aufbau digitaler Fähigkeiten und der Infrastruktur sowie d) dem Ehrenamt qua Digitalisierung unterscheiden.

Die sozialen Organisationen stehen also der Digitalisierung offen gegenüber. Begrenzend wirken typischerweise ein Mangel an Budget und Zeit, aber auch an Wissen und Austausch. Neben der finanziellen Förderung, ohne die 66 % der Projekte in absehbarer Zeit nicht hätten umgesetzt werden können, wurden dementsprechend auch der Aus­ tausch zwischen den geförderten Organisationen sowie mit Ashoka und Google.org im Mentoring gelobt. Die Finan­zierung erlaubt es den Organisationen über das Projekt hinaus in ihre Weiterentwicklung, in Kompetenz­ und Teamaufbau, zu investieren und so langfristig den digitalen Wandel für sich zu nutzen.

Die vorliegende Studie gibt gezielte Handlungsempfeh­lungen an die sozialen Organisationen, Google.org sowie die Politik, um diese positiven Effekte künftig weiter zu stärken.

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